Ein Arzt soll im Göttinger Transplantationsskandal Schadenersatz bekommen. (Archivbild) Foto: dpa/Christophe Gateau

Das Landgericht Braunschweig hat am Freitag entschieden, dass ein freigesprochener Chirurg im Göttinger Transplantationsskandal mit mehr als einer Million Euro vom Land Niedersachsen entschädigt werden soll.

Braunschweig - Ein im Göttinger Transplantationsskandal freigesprochener Chirurg soll mit mehr als einer Million Euro vom Land Niedersachsen entschädigt werden. Das entschied das Landgericht Braunschweig am Freitag in einem Zivilverfahren. Das Land müsse dem Mediziner rund 1,1 Millionen Euro zahlen, sagte der Richter. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 51-Jährige einen Verdienstausfall wegen der Untersuchungshaft erlitten hat. Gegen das Urteil ist Berufung möglich.

Der Mediziner forderte Schadenersatz, weil er wegen der knapp einjährigen U-Haft eine gut dotierte Stelle in Jordanien mit einem Gehalt von 50 000 Dollar pro Monat nicht hatte antreten können. In einem bundesweit aufsehenerregenden Prozess hatte das Landgericht Göttingen den Arzt 2015 vom Vorwurf des elffachen versuchten Totschlags und der dreifachen Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen.

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