Je länger Sie das Aufräumen hinauszögern, desto größer die Herausforderung. Foto: Motortion Films / shutterstock.com

Sie haben Probleme damit, Ordnung im Haushalt zu halten? Mit diesen Tipps überwinden Sie Ihren Schweinehund und räumen endlich auf.

Um Ordnung halten zu können, muss erst mal Ordnung geschaffen werden. Unordnung und Chaos entstehen ja meist dort, wo kein System vorherrscht, um ihnen Einhalt zu gebieten. Ihr Haus, Ihr Schreibtisch, Ihre Garage, egal wo, nehmen Sie sich die Zeit, um mal richtig aufzuräumen und zu putzen. Sonst ist die Unordnung im Handumdrehen wieder da. Konkret bedeutet das auch, sich von alten Dingen zu trennen. Um das Entrümpeln zu vereinfachen, ist es hilfreich, beim Aufräumen drei Grüppchen zu bilden:
 

  • Behalten
  • Wegwerfen
  • Verkaufen

Sortieren Sie Ihre Gegenstände in eine der drei Kategorien ein und halten Sie sich strikt an Ihre Sortierung. Gegenstände, die das Haus verlassen sollen, dürfen nicht wieder irgendwo abgestellt werden. Sonst geraten sie in Vergessenheit und bergen Potenzial für neue Unordnung.


System schaffen

Ein System zu schaffen heißt zum einen, eine gewisse Grundsauberkeit zu halten und zum anderen, einen festen Platz für Ihre Sachen zu haben. Wenn alles nur lose herumliegt, kann es auch nicht aufgeräumt werden. Der nächste Schritt, um Ordnung zu halten, besteht daraus, den Stauraum zu optimieren. Hier sind einige Beispiele, wie Sie diese Aufgabe angehen:
 

  • Schlüssel und Geldbeutel kommen in eine Schale nahe der Eingangstür.
  • Stauflächen in Vorratsschränken werden durch Körbe und kleine Plastikbehälter übersichtlicher.
  • Eine Hängeaufbewahrung für Schuhe schafft Platz am Boden.
  • Klamottenschubladen lassen sich durch einfache Holzlatten in mehrere Bereiche unterteilen.
  • Nutzen Sie Kabelhalter, -führungen und -boxen, um den Kabelsalat zu entwirren und zu organisieren.
  • Wäschesortierer helfen, den Überblick bei der Wäsche zu behalten.
  • Eine Klamottenstange mit Rollen oder ein Klamottenstuhl verhindert herumliegende Kleidung.
  • Magnetwände mit den entsprechenden Behältern eignen sich hervorragend, um Gewürze in der Küche oder Hygieneartikel im Bad platzsparend unterzubringen.
  • Nutzen Sie im Winter Unterlagen für Ihre nassen Schuhe und Jacken, um Schmutz am Boden zu verhindern.
  • Drehbare Tabletts erleichtern die Organisation in Küchenschränken.
  • Verwenden Sie ein Steckbrett als Schmuckhalter.
  • Legen Sie sich mehrere Ordner für Ihre Unterlagen zu. So landet nicht alles am selben Ort und das Einsortieren wird leichter.
  • Füllen Sie Schubladen, Schrankfächer und Ordner nie bis zum Rand, sondern lassen Sie immer etwas Platz darin.

Neues überlegt integrieren

Es kann durchaus helfen, beim Einkaufen überlegter vorzugehen. Denn alles, was neu hinzukommt, hat zunächst das Potenzial, die bestehende Ordnung zu stören – und sei es, weil kein Platz dafür ist und der Gegenstand wahllos irgendwo hingestellt wird. Hinterfragen Sie also Neukäufe nicht immer nur aus der Kostenperspektive, sondern denken Sie auch an Ihre Platzverhältnisse. Bei Geschenken wiederum kann es sich lohnen, eine Zwischenstation für diese einzuführen, wo sie so lange bleiben, bis die Entscheidung gefallen ist, ob Sie sie behalten oder verkaufen.


Gerümpel gezielt unterbringen

Manche Gegenstände lassen sich einfach nirgends sinnvoll unterbringen. Für solche Sonderfälle gibt es eine Lösung: die Rumpelkammer. Hier kommt alles hinein, was sonst nur rumsteht. In kleinem Maßstab lässt sich dieses Prinzip auf eine Schublade oder ein Schrankfach anwenden. Doch auch hier gilt: Ordnung halten. Dieser Aufbewahrungsort sollte nicht auf den Rest der Wohnung ausstrahlen. Stellen Sie Gegenstände also nur dort hinein, sofern Sie in Ihrem Ordnungssystem keinen Platz dafür gefunden haben.


Direkt aufräumen

Nachdem Sie eine gewisse Grundordnung hergestellt, Ihren Stauraum optimiert und Ihr Gerümpel gezielt untergebracht haben, gilt es, nicht wieder in alte Muster zurückzufallen:
 

  • Legen Sie alle Gegenstände dort ab, wo sie hingehören.
  • Nehmen Sie jedes Mal, wenn Sie von einem Zimmer ins andere gehen, etwas mit, das aufgeräumt werden muss. Zum Beispiel leere Gläser oder benutzte Teller.
  • Räumen Sie nach dem Kochen direkt auf.
  • Schütteln Sie das Bett nach dem Aufstehen auf, ziehen Sie das Laken glatt und falten Sie die Decke zusammen.
  • Nehmen Sie sich jeden Tag zehn Minuten Zeit, um gezielt etwas Ordnung zu schaffen.

Lernen, Ordnung zu halten

Viele Menschen glauben, keine Ordnung halten zu können, weil Ihnen die Disziplin fehlt. Dennoch gehen sie jeden Tag zur Arbeit und bekommen ihren Alltag auf die Reihe. Diese Erkenntnis ist daher nur bedingt richtig. Was zu Hause fehlt, ist die vorgegebene Struktur und die Konsequenzen bei Nichteinhaltung unserer Aufgaben. Mit den folgenden beiden Tipps können Sie lernen, in Zukunft Ordnung zu schaffen und diese auch zu halten.

1. In kleinen Schritten Ordnung schaffen

Fällt es Ihnen besonders schwer, Ihre Wohnung ordentlich zu halten, hilft es, einen Putzplan zu erstellen. Der Sinn dahinter ist, die Hausarbeit in mehrere kleine Aufgaben aufzuteilen. So ist sie leichter zu überblicken und liegt nicht wie ein riesiger Berg vor Ihnen. Zusätzlich zu dem wöchentlichen Putzplan können Sie pro Tag eine Checkliste erstellen, in der Sie die Aufgaben in noch kleinere Schritte unterteilen. Beziffern Sie diese jeweils mit einer genauen Zeitangabe, zum Beispiel 5 Minuten Flur aufräumen oder 10 Minuten Geschirr abspülen. Nach dem Erledigen der Aufgabe haken Sie diese ab. So bleiben Sie motiviert, noch mehr zu erledigen und haben ein klares Ziel vor Augen.

2. Konsequenzen ziehen

Machen Sie es wie in Ihrer Kindheit und ziehen Sie Konsequenzen, sobald Sie nicht aufräumen. Eine Idee wäre zum Beispiel, eine Geldkasse aufzustellen, in die Sie für jede versäumte Hausarbeit einen kleinen Betrag einwerfen. Haben Sie es nicht geschafft, die Küche zu putzen, werfen Sie 5 € hinein. Haben Sie das Bett nicht gemacht, werfen Sie 1 € hinein usw. Ihre Versäumnis wird Ihnen von nun an jeden Tag vorgeführt und wird anhand des Geldbetrages messbar. Das angesparte Geld können Sie dann einmal pro Monat für eine gute Sache spenden.


Weitere Tipps, um Ordnung zu halten:
 

  • Schaffen Sie beim Aufräumen zunächst alle Gegenstände, die in einen anderen Raum gehören, an ihren Ursprungsort.
  • Teilen Sie die Zimmer in Etappen auf, die Sie nacheinander aufräumen: erst den Schreibtisch, dann das Sofa, dann den Esstisch usw.
  • Bewahren Sie Ihre Sachen dort auf, wo Sie sie benutzen.
  • Bilden Sie eine Routine, indem Sie zu fixen Zeiten aufräumen und putzen. Das kann sowohl ein ganzer Putztag sein, als auch einzelne Etappen jeden Tag. Die Hauptsache ist, dass Sie ein System haben, das irgendwann von ganz alleine abläuft, ohne dass Sie sich jedes Mal motivieren müssen.

Lesen Sie auch: Schreibtisch aufräumen in 5 Schritten

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: