Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Bundestag, war bei der Eröffnung des Kinderschlaflabors dabei. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Anlässlich der Eröffnung des neuen Schlaflabors fand im Olgahospital ein Symposium zu Schlafstörungen im Kindesalter statt.

Stuttgart - Schlaf-Apnoe, Schnarchen, Übermüdung: Wenn es an nächtlicher Erholung mangelt, sind nicht nur Leistungsfähigkeit und Nervenkostüm gefährdet, sondern auch die Gesundheit. Das gilt schon für Kinder, wie Markus Blankenburg, Ärztlicher Direktor der Pädiatrischen Neurologie im Olgahospital am Samstag anlässlich des Symposiums zur Eröffnung des Kinderschlaflabors betonte. „20 bis 37 Prozent von ihnen leiden an Schlafstörungen“, hielt er fest. Rechtzeitige Diagnose und Therapie seien daher wichtig. Im Olgäle können nun pro Nacht zwei junge Patienten untersucht werden. Auch ein Schlafplatz für Eltern steht bereit.

Jan Steffen Jürgensen, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor am Klinikum Stuttgart, konstatierte, das Schlaflabor schließe eine Lücke im medizinischen Angebot der Einrichtung. Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Bundestag, wertete das neue Schlaflabor als Schritt „zur weiteren Verbesserung eines qualitativ hochwertigen Kinderkrankenhauses.“ Derzeit verfügen bundesweit nur 30 von 383 Kinderkliniken über eigene Schlaflabore. Maag würdigte auch den für die Eröffnung gewählten Rahmen: Dass man sich für einen intensiven fachlichen Austausch am Samstagvormittag entschieden habe, zeuge vom besonderen Geist des Hauses.

Acht Vorträge beleuchteten das Problem von Schlafstörungen bei Kindern unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die Wechselwirkungen zwischen Multipler Sklerose und Schlafmangel kamen dabei ebenso zur Sprache, wie Narkolepsie bei Kindern, nicht-invasive Beatmungsverfahren oder Apnoen im Kleinkind- und Schulalter.

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