Der nackte Mann rutschte vor dem Löwenbräu-Zelt auf dem Oktoberfest über den Holzboden. Foto: Caro/Goettlicher

Ein Video vom Oktoberfest zeigt einen Mann, der splitternackt durch einen Biergarten rutscht. Die Wirtin des Löwenbräu-Zelts, in dem sich der Vorfall ereignet hat, reagiert kopfschüttelnd.

München - Ein Mann nimmt Anlauf und rutscht auf dem Bauch über den Holzboden eines Oktoberfest-Biergartens - splitternackt. Dass es so gut flutscht, klappt dank einer Mischung aus Regenwasser und Dreck. „Achtung, Splitter-Gefahr!“, kommentiert „Bild“-Online, die die wenige Sekunden lange Filmsequenz publizierte.

Mit Kopfschütteln habe man das Video zur Kenntnis genommen, sagte am Mittwoch Stephanie Spendler dazu, Wirtin des Löwenbräu-Zeltes, in dem sich der Vorfall offenbar ereignete. „Wir gehen natürlich gegen solche Sachen vor, so etwas kann man weder gutheißen, noch tolerieren.“ Trotzdem hoffe sie, „dass sich der Rutscher in seinem Suff nicht einen Schiefer eingezogen hat“.

Ausziehen verboten

Wenige Tage zuvor gab es laut Spendler einen ähnlichen Film, auf dem der dort gezeigte Rutscher ein helles Hemd und eine Lederhose trug. Verwundert ist die festerprobte Gastronomin aber nicht. „Aus vielen Jahren Wiesn-Erfahrung weiß man, dass im alkoholisierten Zustand der Übermut ein bisschen ausufern kann.“ Geduldet werden solche Eskapaden in den Zelten allerdings nicht.

Dass sich Wiesn-Besucher im feucht-heißen Klima der Zelte ausziehen, wenn die Stimmung auf den bierseligen Höhepunkt zusteuert, kommt immer wieder vor. Feiern mit nacktem Oberkörper - das sei aber schon länger nicht mehr vorgekommen, erzählt Spendler. Diese Gäste habe man verwarnt und auch schon mal höflich nach draußen begleitet. Wer sich auszieht, egal ob zum Rutschen oder Feiern, muss unter Umständen mit juristischen Folgen rechnen. Wenn andere Leute sich belästigt fühlen, kann das Verhalten laut Polizei als Ordnungswidrigkeit gelten, zum Beispiel als Erregung öffentlichen Ärgernisses.

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