Der OB-Kandidat Marian Schreier mit den Motiven für seine Plakataktion Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die erste Litfaßsäule in Stuttgart ist mit dem Konterfei und dem Leitmotiv des OB-Kandidaten aus Tengen beklebt. Von August an will Marian Schreier auch physisch stark präsent sein in der Landeshauptstadt. Dann auch mit weiteren Beratern.

Stuttgart - Der Anfang ist gemacht, die erste Litfaßsäule bestückt: Der OB-Kandidat Marian Schreier, Bürgermeister in Tengen, hat am Dienstag offiziell seinen Plakatwahlkampf und Social-Media-Wahlkampf um den Chefsessel im Stuttgarter Rathaus eingeläutet. Die ersten Plakate intonieren Schreiers Leitmotiv („Die Stadt neu denken“) und werben für einen „Neustart für Stuttgart“. Außerdem ruft Schreier damit zur Teilnahme an dem Crowdfunding auf, dem Spendensammeln, mit dem er seinen Wahlkampf finanzieren will.

Auf 150 000 bis 200 000 Euro schätzen Schreier und sein Kampagnenleiter David Schärer aus der Schweiz die nötigen Aufwendungen. Bis Dienstag seien schon rund 25 000 Euro an Spenden zusammengekommen, sagte Schärer. Aus Spenden habe man 100 000 Euro eingeplant, die binnen 30 Tagen gesammelt werden sollen. Auftakt war am 6. Juni. „Aufmerksamkeit kostet“, sagte der Kampagnenchef. Zudem müsse man Schreiers OB-Kandidatur „noch bekannt machen“ – auf den Plakaten prangen daher Porträtfotos des Einzelbewerbers.

Schreier plant auch mit Veranstaltungsterminen

Der Kandidat mit SPD-Parteibuch, aber ohne Unterstützung der SPD, will von August in Stuttgart auch persönlich stark präsent sein – nachdem die Corona-Krise ihn in den vergangenen Wochen stark beim Krisenmanagement in der 4600-Seelen-Gemeinde Tengen gebunden hatte. Dann soll auch eine Wahlkampfzentrale in Stuttgart zur Verfügung stehen. Schreier rechnet damit, dass trotz Coronavirus kleinere Wahlkampfveranstaltungen „gut machbar sein werden“. Größere Podiumsdiskussionen werde es nach weiteren Lockerungen der Corona-Restriktionen auch geben, wenn auch vielleicht als „Hybride“ mit limitierter Besucherzahl und Übertragung in den digitalen Medien. Andere Veranstaltungen würden wohl nur digital vermittelt.

Schreier stellte für seine Kampagne auch zwei weitere Mitglieder des Beraterteams, Soundingboard genannt, vor. Es handelt sich zum einen um Michael Alber, Professor an der Musikhochschule Trossingen und früherer Leiter des Stuttgarter Opernchors, für den Kulturbereich. Zum anderen setzt Schreier in wirtschaftlichen Fragen auf Elmar Schnee, den früheren Vorstandschef des Pharmaunternehmens Merck. Zum Wahlkampfstart hat Schreier außerdem ein Ideenpapier zum „Neustart für Stuttgart“ vorgelegt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: