Alte Holzbrücke mitten im Wald: abseits der bekannten Pfade lassen sich im Nördlichen Schwarzwald ungeahnte Schönheiten entdecken. Foto: Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald

Für seine Premium- und Qualitätswanderwege ist der Nördliche Schwarzwald bekannt und beliebt. Doch abseits dieser viel beschrittenen Pfade lässt sich auf wunderschönen Touren das Urlaubsparadies ganz neu entdecken.

Einfach himmlisch, diese Liege. Und sie kommt genau zur rechten Zeit. Während des Abstiegs mit umwerfender Aussicht über das Kleinenztal lädt sie zu einer Pause ein: reinlegen, die wandermüden Glieder ausstrecken und in die Wolken schauen. Herrlich! Nach beinahe zwölf Kilometern auf dem noch wenig bekannten Rundwanderweg Riesenstein ist sie das Sahnehäubchen auf der Schwarzwälderkirschtorte des Wandergenusses.

Freilich sind die zahlreichen Premium- und Qualitätswanderwege im Nördlichen Schwarzwald im doppelten Sinne ausgezeichnet und immer ein Erlebnis.

Neue Wege beschreiten – das lohnt sich!

Doch wer in der für seine landschaftliche Schönheit und Gastfreundschaft bekannten Ferienregion im Süden Deutschlands andere Wege beschreitet, wird in vielerlei Hinsicht belohnt: ganze neue Ecken und Regionen können entdeckt werden, oft ist nur das Rauschen der Bäume im Wind zu hören und Sehenswürdigkeiten sowie hübsche Einkehrmöglichkeiten sind weniger überlaufen.

Für Familien mit Kindern bieten die Geotouren im Nördlichen Schwarzwald jede Menge Abwechslung. Die vielen Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen die es hierbei zu meistern und beantworten gilt, lassen weder Langeweile noch Müdigkeit bei den kleinen Entdeckern aufkommen.

Fernwanderwege – Wandererlebnis XXL

Für all jene, die ihre Wanderstiefel am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchten, sind Fernwanderwege die richtige Alternative. Wandererlebnisse der Kategorie XXL hat der Schwarzwald einige zu bieten. Bei der „3-Etappen-Wanderung“ etwa ist der Name Programm. Von Calw aus startend führt die Tour unter anderem durch das höchste Moor Deutschlands und nach Schömberg bevor es wieder zurück in die sehenswerte Ausgangsstadt mit Hermann-Hesse-Museum geht. Eine rundum wunderbare Erfahrung, die sich in Wadenmuskeln und Erinnerung brennt.

Wandern und Wellness – das geht wunderbar zusammen

Apropos Stiefel – im Nördlichen Schwarzwald gibt es gleich vier Varianten der Stiefelreisen. Darunter auch eine Wellnessrunde – ausgehend und endend im schönen Kurort Bad Liebenzell. Bei dieser Tour können Wanderer abends bei einem Wellnessgastgeber übernachten und sich beim Saunagang entspannen. Die Etappen sind gespickt mit Höhepunkten wie dem heilklimatischen Kurort Schömberg mit Kurpark, dem Stadtzentrum der königlichen Bäderstadt Bad Wildbad mit seinem Palais Thermal sowie den einsamen Waldpfaden zwischen Schömberg und Calmbach.

Bis zu 20 Tageskilometern werden auf den dreitägigen Stiefelreisen zurückgelegt. Daher sind die Wanderer gut beraten, sich ein zünftiges Vesper einzupacken. Denn unterwegs genießen die Stiefelreisenden die Stille und Schönheit der Natur. Belebte Fußgängerzonen sind da Fehlanzeige.

Eine kleine Raute zeigt, wo es langgeht

Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen oder gar sein Wanderziel nicht erreichen? Das kann den Urlaubern im Nördlichen Schwarzwald nicht passieren. Denn das 1500 Kilometer lange Wegenetz des Schwarzwaldvereins ist übersichtlich gestaltet. Es besteht aus drei Kategorien, die jeweils mit einer Raute in unterschiedlichen Farben markiert sind: Fernwanderwege (rote Farbkombinationen), regionale Wege (blau) und örtliche Wege (gelb).

Und übrigens: die Schwarzwaldguides und Wanderführer des Schwarzwaldvereins haben die Raute auf dem rechten Fleck – und ein enormes Wissen über ihre Heimat. Bei den Wanderungen mit den Guides lässt sich daher einiges über Land und Leute erfahren, was so in keinem Reiseführer nachzulesen ist.

Einkehr – mit Schwung und Gastfreundschaft

Als absolute Insider verraten die Guides sicher auch, in welchen Einkehrhütten es den besten Schwarzwälder Schinken, das knusprigste Bauernbrot oder die leckersten Kässpätzle gibt.

Doch nicht nur in den Einkehrhütten wird im Nördlichen Schwarzwald Gastfreundschaft großgeschrieben. Das Motto „wanderbare Gastgeber“ wird in der Ferienregion gelebt. In den Hotels, Pensionen und Gasthäusern bekommen die Urlauber ein liebevoll zusammengestelltes Vesper für unterwegs mit auf die Wanderung oder den Ausflug. Ein Gepäcktransfer sowie individuelle Tourentipps gehören ebenso selbstverständlich zum Service.

Wandern – aber ganz bewusst und mit allen Sinnen

Wer im oder gar durch den Nördlichen Schwarzwald wandert, merkt schnell, wie abwechslungsreich die Region mit ihren Mooren, Schluchten, Bannwäldern, Bächen, Flüssen und Seen ist.

Besonders charakteristisch für den Nördlichen Schwarzwald sind die kargen Kuppen und Hangkanten des Heckengäus, die auch als „Teufels Hirnschale“ bezeichnet werden. Seit Jahrhunderten und bis heute weiden hier Schafe, die natürlichen Landschaftspfleger einer Region, die entschleunigt.

Steht der Nördliche Schwarzwald doch für Achtsamkeit und bewusstes Genießen mit allen Sinnen. Gerade auch beim Wandern.

Grüne Lunge – bitte einmal tief durchatmen

Damit sich Bewohner und Feriengäste gleichermaßen noch lange an dem idyllischen Flecken Erde im Süden Deutschlands erfreuen können, wird viel Wert auf Natur- und Klimaschutz gelegt. Der Nördliche Schwarzwald gehört seit 2021 zum größten Naturpark Deutschlands. 62 Prozent seiner Gesamtfläche besteht aus Wald. Die Hauptbaumarten sind Fichte, Tanne, Kiefer und Buche. Wobei die Nadelhölzer mit 82 Prozent diese riesige grüne Lunge dominieren: Bitte einmal eintreten, tief durchatmen und auf Schritt und Tritt Gesundheit und Wolbefinden tanken.