Die Steuben-Parade ist eine Tradition in New York. Foto: dpa/Luiz Rampelotto

Tausende Menschen haben am Samstag in New York gefeiert, als bei der traditionellen Steuben-Parade Musiker und Tänzer in deutschen Trachten durch die Straßen gezogen sind.

New York - Mit Lederhosen, Dirndl und Blasmusik sind Tausende Menschen am Samstag bei der traditionellen Steuben-Parade durch New York gezogen. Zum 62. Mal zogen Musiker und Tänzer in Tracht über die Fifth Avenue in Manhattan, um die deutsch-amerikanische Verbundenheit zu demonstrieren. Als offizieller „Zeremonienmeister“ war in diesem Jahr die deutsche Botschafterin in Washington, Emily Haber, dabei.

Die Steuben-Parade wurde im Jahr 1957 ins Leben gerufen. Mit ihr wollten deutschstämmige Amerikaner die Traditionen ihrer Vorfahren pflegen. Sie ist nach Friedrich Wilhelm von Steuben benannt, einem zunächst preußischen Offizier und später amerikanischen General. Von Steuben hatte einen großen Anteil an dem Sieg der Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg (1775 bis 1783), der zur Gründung der USA führte.

Der US-Statistikbehörde zufolge besitzen rund 45 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten deutsche Wurzeln. Das entspricht 15 Prozent der Bevölkerung, einen größeren Anteil kann keine Nation vorweisen. Viele Deutsche waren Mitte des 19. Jahrhunderts wegen Unruhen und Arbeitslosigkeit ausgewandert.

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