Hauptsache knallig: Scotts Show wurde schon heiß erwartet. Foto: AFP

Mehr ist sehr viel mehr: Jeremy Scott sorgt jede Saison für knallbunte Shows – ob kitschig, avantgardistisch oder einfach nur verrückt – die Kollektionen des amerikanischen Desingers sind das Highlight der New York Fashion Week.

Stuttgart - Knallige Perücken in allen Farben des Regenbogens, kristallbesetzte Kleider und silbern schimmernde Boots, die ziemlich weit über die Modelbeine ragen: Jeremy Scotts neue Frühjahr/Sommer-Kollektion 2020 ist nichts für Introvertierte. Seine Show wurde bei der diesjährigen New York Fashion Week mit Spannung erwartet – denn der amerikanische Designer liebt Kitsch, Pop und Farbexplosionen. Seine Devise lautet schlichtweg: Mehr ist mehr.

Intergalaktisch

Ob Barbie-Mashups als Kreativdirektor für Moschino oder die exzentrischen Ready-to-Wear-Kollektionen seines eigenen Labels: Der amerikanische Modemacher steht für eine Pop-Avantgarde, die ihm so schnell niemand nachmacht. Auch seine aktuelle Kollektion sorgt wieder für Wirbel in der Modewelt: Supermodels wie Gigi Hadid und Irina Shayk glitzerten mit überdimensionierten Neon-Perücken über den Laufsteg: Pink, Gelb, Orange, Türkis – laut Scott soll seine Show eine „intergalaktische erfundene Synthie-Pop-Band sein – eine Oper, direkt aus aus dem Weltraum“.

Alles schreit nach Eskapismus

Neben dem futuristischen Geplänkel gab es auch Bodenständiges: So zeigte Scott seine Liebe zu Denim, einfacher Spitze und sogar rockigen Fransen. Es gab viel zu sehen – vom Biker-Western-Look bis zu glitzernden Disco-Outfits und Glam-Rock mit Lamé und glänzenden 80er-Jahre-Prints, die regelrecht nach Eskapismus schreien. „Well, I’m always bold“, erklärte sich Scott nach seiner Show. Man hatte nichts anderes erwartet.

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