Der EU-Kommissar Günther Oettinger ist Stammgast beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbands. Foto: factum/Granville

Der EU-Kommissar Günther Oettinger fordert beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbands Ludwigsburg mehr Engagement seiner Partei bei der kommenden EU-Wahl. Für die AfD wählt er harte Worte.

Markgröningen - „Wir brauchen einen Plan“ – diesen Appell richtete der EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) beim Neujahrsempfang des Kreisverbands seiner Partei in der Markgröninger Stadthalle am Samstagabend an die Besucher. Der Ditzinger ist seit vielen Jahren der Hauptredner bei der Veranstaltung.

Seine Forderung nach einem Plan richtet sich vor allem auf eine Perspektive für Europa: Innere und äußere Sicherheit, Digitalisierung und Klimaschutz nannte Günther Oettinger als die wichtigsten Punkte, die angegangen werden müssten. Er warnte dabei vor einem Bedeutungsverlust Europas angesichts eines erstarkenden Chinas. „Europa soll nicht das Freilichtmuseum der Welt werden.“

Die AfD-Spitzen bezeichnet er als „Flachlampen“

Um die europäischen Werte wie Demokratie, soziale Marktwirtschaft und Meinungsfreiheit zu erhalten, müssten alle Parteien gemeinsam gegen die „Flachlampen von der AfD“ kämpfen.

Wie Oettingers persönlicher Plan für die Zeit nach der Wahl im Mai aussieht, ließ er offen. Er hatte bekannt gegeben, nach Ablauf seiner zweiten Amtszeit als EU-Kommissar einen Posten in der Privatwirtschaft anzustreben. So beendete er seine Rede auch mit folgenden Worten: „Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder. Und danach schauen wir mal.“

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