Sieht einfach aus, war aber kompliziert: Ein lebendiges L zu bilden. Foto: Walter Pfisterer

Woran man eine tolle Stadt erkennt? Ganz einfach: An ihrem schönen Anfangsbuchstaben. Ludwigsburg zeigt auf wunderbare Weise, wie das geht.

Ludwigsburg - Unsagbar viele schöne Dinge beginnen mit dem Buchstaben L. Das Leben muss einem da sofort einfallen, ohne das nichts möglich ist. Und die Liebe natürlich, die alles möglich macht. Auch schön: Leoniden (so werden Sternschnuppen genannt, die im November fallen), Löwenherz und Longdrink. Keines der Objekte, die mit L beginnen, jedoch ist so schön wie – genau: Ludwigsburg. Denn das allerschönste Ludwigsburg hat seit Neuestem etwas, was andere nicht haben: einen wunderschön gestalteten Anfangsbuchstaben.

Ein lebendiges L

Das Ludwigsburger L ist nicht mehr nur wegen seiner barocken Form ein Hingucker, nun auch wegen seiner Formation: Mehr als 200 Ludwigsbürger blicken fröhlich und frohgemut nach oben, wo in 25 Metern Höhe der Fotograf seine Kamera ausgelöst hat. Dieses gewissermaßen lebendige L wird das bislang goldene L in den sämtlichen Darstellungsformen der Stadt ablösen und als „gelebte Marke“ das zentrale Kennzeichen Ludwigsburgs bilden.

„Das L ist in ganz besonderem Maße gelungen“, schwärmt Elmar Kunz, der städtische Tourismusprofi. Das L strahle eine Leichtigkeit und eine Dynamik aus, die dem Wesen der Stadt voll und ganz gerecht werde, führt Elmar Kunz aus – und selbst Laien müssen sofort erkennen, was damit gemeint ist.

Lob für alle Lokalpatrioten

Aber, wie Menschen mit Lebenserfahrung wissen: Wenn etwas leicht daherkommt, steckt häufig harte Arbeit dahinter. Man denke nur an das neue Stadtticket: Für drei Euro darf man ab heute den ganzen Tag kreuz und quer durch Ludwigsburg fahren – was für eine simple Sache, könnte man denken. Tatsächlich hat es Jahre gedauert, bis sie möglich wurde.

Das Mensch gewordene L wiederum sollte eigentlich bereits zum Beginn des Stadtjubiläums im März lebendig sein. Doch mehrere Fototermine im Herbst mussten wegen schlechten Wetters abgesagt werden. Bei der Zukunftskonferenz der Stadt im Juni war es dann so weit. Wobei auch das kein Selbstläufer war.

Weil sich die Anmeldungen zum städtischen Mitmach-Projekt in zunächst in Grenzen hielten, wurde eigens die Anmeldefrist verlängert. Langmut muss man eben haben. Oder Ludwigsbürger, für die Leidenschaft und Lokalpatriotismus, wichtiger sind als Lauheit und Laisser-faire.

Was soll man da noch sagen? Vielleicht, dass auch das Wörtchen Lob mit einem L beginnt! Oder: Lang lebe das lebendige Ludwigsburg!

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