Der BER soll am 31. Oktober 2020 mit rund neun Jahren Verspätung öffnen. Foto: dpa/Patrick Pleul

Die Kosten für den Hauptstadtflughafen sollen aller Voraussicht nach steigen. Laut Finanz-Geschäftsführerin Heike Fölster gibt es noch keine abschließende Zahl. Der BER soll am 31. Oktober 2020 mit rund neun Jahren Verspätung öffnen.

Potsdam - Der Hauptstadtflughafen BER wird aller Voraussicht nach teurer als geplant. Finanz-Geschäftsführerin Heike Fölster von der Flughafengesellschaft FBB sagte am Montag in Potsdam über die Frage zusätzlicher Kosten: „Die Zahl, die in der Presse stand, waren in Summe 800 Millionen (Euro). Wir haben in der letzten Rechnung gesagt, wir brauchen 500 Millionen. Es gibt noch weitere 300 Millionen als Delta“, sagte sie. „Wir sind in dem Prozess der Aufstellung eines neuen Businessplans.“ Die „Bild am Sonntag“ hatte geschrieben, bisher seien für den Businessplan 508 Millionen Euro zusätzliche Kosten vorgesehen, die Summe steige laut einer vertraulichen Vorlage auf 792 Millionen.

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Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup sagte, es würden etwa 200 Mitarbeiter mehr benötigt, um den BER sicher betreiben zu können. Dazu kämen deutlich höhere Steigerungen des Baupreises als früher kalkuliert. Dagegen stünden positive Effekte wie mehr Erlöse durch etwas mehr Verkehr und aus eigenen Immobilien. „Wir sind in einem intensiven Abstimmungsprozess.“ Es gebe aber noch keine abschließende Zahl. Fölster sagte, sie gehe davon aus, dass das Geld aus der bisherigen Finanzierung bis zum ersten Quartal 2021 reiche. Der BER soll am 31. Oktober 2020 mit rund neun Jahren Verspätung öffnen. Gesellschafter sind der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg.

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