Der Busbahnhof ist zentrales Element der Umgestaltungspläne eines Areals, das das Gewerbegebiet und die Ditzinger Innenstadt verbindet. Foto: factum/Granville

Das Bahnhofsareal hat eine Scharnierfunktion zwischen Gewerbegebiet und Innenstadt. Die Ditzinger werten derzeit dieses zentrale Gebiet in der Kernstadt auf.

Ditzingen - Der Ditzinger Bahnhof ist das größte Neubau- und Investitionsprojekt in der Stadt seit vielen Jahren. Die Grundsatzentscheidungen hat der Gemeinderat längst getroffen. Das Büro Zoller legte nun die Planung für die Ausstattung des Busbahnhofs vor. Der Gemeinderat hat das Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung genehmigt.

Im Ausschuss für Technik und Umwelt hatten wenige Tage zuvor zwei Themen Anlass zur Nachfrage geboten. Der Fraktionschef der CDU, Rolf Feil, wollte wissen, ob die „Toilettenfrage“ inzwischen gelöst sei. Zwar sind sich Verwaltung und Rat einig über die Einrichtung einer öffentlichen Toilette auf dem Bahnhofsareal. Allerdings stellt der Toilettenort die Planer vor Herausforderungen: Er soll nicht versteckt liegen, damit er nicht „zu einem Angstraum“ wird. Er soll auch außerhalb der Zeiten, in denen zahlreiche Pendler unterwegs sind und somit die soziale Kontrolle gegeben ist, angstfrei genutzt werden können. Andererseits soll die Toilettenanlage aber auch nicht allzu prominent auf dem Platz untergebracht sein. Die Verwaltung versprach, in einer separaten Ratssitzung das Thema diskutieren zu wollen.

Platz für Radabstellplätze hinterfragt

Anders als Feil hatte sein Ratskollege Ulrich Steller (Grüne) vor allem die Radabstellplätze im Blick. Laut dem vorgelegten Plan seien zu wenig Stellplätze vorgesehen. Zudem seien sie „falsch positioniert“, monierte er. Der Stadtbauamtsleiter Oliver Ullrich stellte klar, dass es sich dabei lediglich um einen „Platzhalter“ in den Plänen handle. Abstellplätze seien etwa am historischen Bahnhofsgebäude vorgesehen.

Der Gemeinderat befasste sich aber vor allem mit der Ausstattung des Busbahnhofs. Je Buslinie ist eine Wartehalle geplant, insgesamt wird es sieben geben. Diese bestehen aus Stahlprofilen und Buntglas. Die Dächer dieser Unterstände sind wegen der teils hohen Verschattung durch die Gebäude im Süden ebenfalls aus Glas. In den Unterständen integriert sind – wie an Haltestellen häufig zu sehen – lokale Fahrpläne, Liniennetzfahrplan, Tarifinformationen und Mülleimer.

Für die Beleuchtung des Platzes gibt es laut den Planern feste Vorgaben: „Grundsätzlich muss der Zentrale Omnibusbahnhof mit mindestens fünf Lux an jedem Punkt beleuchtet sein.“ Zum Vergleich: eine Straßenbeleuchtung hat zehn Lux, eine einen Meter entfernte Kerze hat die Beleuchtungsstärke von einem Lux.

Um den Bau des Omnibusbahnhofs zu realisieren, werden rund 1800 Kubikmeter Boden und Erde bewegt.

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