Jennifer Aniston (l.) und Reese Witherspoon beim "The Morning Show"-Fotografentermin am Freitag in London Foto: imago images/PA Images

Jennifer Aniston und Reese Witherspoon sind privat befreundet. In der Serie "The Morning Show" sind sie es nicht. Wie es war, sich so zu zoffen, verraten sie unter anderem im Interview.

Die neue Drama-Serie "The Morning Show" mit den Hollywood-Stars Jennifer Aniston (50, "Friends") und Reese Witherspoon (43, "Walk The Line") ist seit 1. November beim ebenfalls neuen Streaming-Dienst Apple TV+ zu sehen. Pünktlich zum Auftakt traf spot on news die beiden bestens gelaunten und auch in Realität blendend aussehenden Hauptdarstellerinnen und Co-Produzentinnen der Serie am Freitag in London zum Doppelinterview.

Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem viel über ihr Privatleben berichtet wurde, dürfte es für Jennifer Aniston nun eine Wohltat sein, dass Fans und Medien derzeit verrückt sind nach ihren Instagram-Posts und nach Infos zur neuen Serie "The Morning Show". "Es fühlt sich wirklich wundervoll an, dass die Menschen immer noch so interessiert sind", bestätigt der US-Star im Gespräch. "Vor allem jetzt, wo ich in einer der kreativsten Phasen meiner bisherigen Karriere bin. Ich habe so viele Möglichkeiten und bin sehr dankbar dafür."

Unter anderem mit dem Apple TV 4K lassen sich die neuen Inhalte von Apple TV+ auch auf dem Fernseher anschauen

Darum geht es in "The Morning Show"

Alex Levy (Jennifer Aniston) und Mitch Kessler (Steve Carell) waren 15 Jahre lang das Moderatoren-Dreamteam der Frühstücksfernsehshow "The Morning Show" in New York. Doch dann wird er wegen sexuellen Fehlverhaltens im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht von der Senderleitung entlassen. Kurz vor der nächsten Show erfährt Levy davon. Sie muss allein vor die Kamera und entscheidet sich dafür, nicht um den heißen Brei herumzureden...

Unterdessen platzt Reporterin Bradley Jackson (Reese Witherspoon) bei einer Demonstration in einem eher ländlichen Teil der USA der Kragen. Ihr Wutausbruch geht viral und so landet sie als Gast in der "The Morning Show". In diesem ersten Interview zeigen Levy und Jackson, was sie verbal so draufhaben, woraufhin der Nachrichtenchef des Senders, Cory Ellison (Billy Crudup), Jackson anstellt...

Diese intensive Diskussionsszene wird nicht der einzige Zoff zwischen den knallharten Konkurrentinnen Levy und Jackson bleiben. Privat sind Aniston und Witherspoon dagegen seit Jahren befreundet. Wie war es da wohl, sich am Set so fertigzumachen? "Wir hatten tatsächlich großen Spaß bei den Szenen, in denen wir Streitgespräche hatten", erinnert sich Witherspoon lachend. Aniston ergänzt: "Es ist aber schon ziemlich schwer, sie anzuschreien, weil sie einfach so ein guter Mensch ist. Ich sehe das in ihrem Gesicht." Ein besonderes Highlight sei in diesem Zusammenhang die 4. Folge, macht sie schon mal Lust auf mehr.

#MeToo und Morningshows

"The Morning Show" erzählt von Machtkonflikten zwischen Männern und Frauen, aber auch von solchen zwischen Frauen untereinander. Immer wieder blitzt in den Sequenzen mit dem geschassten Anchorman außerdem eine Art Innenansicht auf, denn Kessler gibt zwar zu, dass er mit sehr vielen Kolleginnen im Bett war, vergewaltigt habe er ab nie eine, es sei alles einvernehmlich gewesen. "Vielleicht ist es die Reaktion auf Jahrhunderte langes schlechtes Benehmen?", gibt Produzent Charlie "Chip" Black (Mark Duplass) in der Serie über #MeToo zu bedenken.

US-Produzent Michael Ellenberg ("Robin Hood"), der Mann, der die Idee für die Serie "The Morning Show" hatte, erklärt im Gespräch mit spot on news dazu: "Wir wollten zu dem Thema nicht predigen, aber wir wollten verantwortungsbewusst damit umgehen." Natürlich soll die Sendung in aller erster Linie unterhalten, aber das schließt sich nicht aus, finden die Verantwortlichen. "Bei Tragödien braucht man Humor", ergänzt die Regisseurin der Serie, Mimi Leder (67, "The Leftovers").

#MeToo ist großes Thema, die Serie gewehrt aber auch einen interessanten Einblick in das Mediengeschäft. Jennifer Aniston und Reese Witherspoon waren zwar schon oft in Morningshows zu Gast, trotzdem haben sie für die Serie etwas Neues dazugelernt. "Sie hören einen kompletten Dialog im Ohr, während sie sprechen und Teleprompter ablesen. Lesen, zuhören und sprechen zur gleichen Zeit - das ist wirklich verrückt", erzählt Witherspoon beeindruckt über den Job der Morningshow-Moderatoren.

So kann man die Serie bei Apple TV+ sehen

Zugriff auf Apple TV+ erhalten Nutzer über die Apple-TV-App auf iPhone, iPad, Apple-TV-Geräten, iPod touch und Mac. Aber auch Serien- und Filmfans ohne Apple-Gerät können mitschauen. Die Inhalte sind beispielsweise ganz normal über den Browser am PC erhältlich, ausgewählte Smart TVs von Samsung werden unterstützt und auch für die Fire-TV-Reihe von Amazon gibt es bereits eine passende App. Zudem sollen auch Geräte von LG, Sony, Roku und Vizio unterstützt werden.

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