Da ist sie wieder: Sarah Jessica Parker (rechts) mit Thomas Haden Church, der in „Divorce“ ihren Ehemann spielt, und Molly Shannon in der Rolle von Parkers bester Freundin. Foto: Getty

Mehr als zwölf Jahre nach dem Ende von „Sex and the City“ kehrt Sarah Jessica Parker mit einer neuen Serie auf die Bildschirme zurück – und lässt sich scheiden. Lustig soll es trotzdem sein.

Stuttgart - Das ist nur konsequent: Nach sechs Staffeln und zwei abendfüllenden Kinofilmen „Sex and the City“ kehrt Sarah Jessica Parker mit einer neuen Serie auf die Fernsehbildschirme zurück – aber dieses Mal nicht mit der ewigen Jagd des einsamen Großstadtmädchens nach der großen Liebe, sondern mit einer Scheidung. In „Divorce“ spielt Parker Frances, die anfängt, über ihr Leben und ihre Ehe nachzudenken. Ihr Versuch, einen sauberen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen und im Leben neu durchzustarten, verlangt ihr jedoch mehr ab, als sie zunächst vermutet hätte.

So liest sich die kurze Zusammenfassung des Senders HBO, in dessen Auftrag „Divorce“ produziert worden ist, und Sarah Jessica Parker erscheint nahezu als Idealbesetzung. Schließlich hat sie ja auch in „Sex and the City“ als Kolumnistin mit spitzer Feder über den Sinn des Daseins neurotischer New Yorker gegrübelt und ist manches Mal daran fast verzweifelt. Parker ist nun zwölf Jahre später vor dem Scherbenhaufen des Traums von der großen Liebe zu sehen, dem sie einst auf Manolo-Blahnik-Stilettos nachgejagt ist – was einen gewissen Charme hat. Das hat wohl auch Parker selbst so gesehen, denn sie hat die Serie mitproduziert.

Trailer verspricht trockenen und lakonischen Humor

Wohlgemerkt: Mit „Sex and the City“ hat „Divorce“ genau genommen nur die Hauptdarstellerin und New York gemein – es ist ein anderes Leben, eine andere Ehe. Es fehlen die liebenswerten Frivolitäten aus der Serie „Sex and the City“, die in einer Zeit entstanden ist, als alle noch die Backen aufblasen und miteinander kichern konnten, wenn sich Frauen auf dem Bildschirm über ihre Vaginas unterhalten haben. „Divorce“ wird zweifellos langsamer und ernster sein, aber der Trailer verspricht zumindest eine ordentliche Portion trockenen und lakonischen Humor im Geiste Woody Allens.

Am Dienstag hatte „Divorce“ in New York eine offizielle Premiere, am Sonntag startet sie auf HBO und ist bei Sky verfügbar. Im Frühjahr soll die Serie auch analog ausgestrahlt werden.

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