Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart hat neu eröffnet. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Seit Dienstag hat das 200-Millionen-Euro-Projekt Dorotheen-Quartier in Stuttgart geöffnet. Im Vorfeld war die neue Einkaufswelt umstritten, vor allem politisch. Und was sagen die Bürger zur neuen Luxus-Adresse? Wir haben Stimmen aus dem Netz gesammelt.

Stuttgart - Es ist das Prestige-Objekt, das die kaufkräftige Kundschaft in Stuttgart anziehen soll – seit Dienstagmorgen hat es nun seine Pforten geöffnet: Das Dorotheen-Quartier zwischen Münz-, Sporer-, Dorotheen- und Holzstraße – wenn auch bislang noch mit etwas Baustellen-Charakter. Am Tag der Eröffnung wurde noch gewerkelt, auch in manchen Läden wird derzeit noch gearbeitet. Acht der insgesamt 30 Shops ­öffnen daher erst in ein paar Tagen oder Wochen.

Gut 200 Millionen Euro hat der Kaufhauskonzern Breuninger nach eigenen Angaben in das Dorotheen-Quartier investiert. Neben Büroräumen und Wohnungen wartet die Anlage vor allem mit Markenshops auf, wo zum Beispiel teure Handtaschen und hochpreisige Mode zu kaufen sind. Politisch war das Projekt umstritten: Vor allem der Erhalt des Hotels Silber, das einst die Gestapo-Zentrale beherbergte, war vielen Stadträten und Bürgern sehr wichtig.

Die Themen Parken und Verkehr werden diskutiert

Die ersten Kunden sind bereits am Dienstagmorgen auf Shopping-Tour gegangen. In unserer Umfrage wollten wir von den Besuchern wissen, was sie am meisten interessiert und welche Geschäfte sie sich schon angeschaut haben. Die Stimmen gibt es hier. Auch im Netz, auf Twitter und auf der Facebook-Seite der Stuttgarter Nachrichten haben sich einige User zu Wort gemeldet.

Während sich manche Facebook-Nutzer über den neuen Konsum-Tempel freuen – „Ein absoluter Mehrwert für Stuttgart!!!“, schreibt etwa Marina Pauli – gibt es aber auch kritische Töne. Vor allem das Thema Parken und Verkehr wird von den Usern diskutiert. Facebook-Nutzer Dennis Lng macht sich über die Anzahl der Parkplätze, die in dem Gebäudekomplex für Kunden und Besucher der City zur Verfügung stehen, Gedanken: „250 Parkplätze? Wow, das reicht hoffentlich. Finde ich dennoch etwas wenig für so ein großes Ding.“

„Schade, dass es kein Mittelding mehr gibt!“

Angesichts der Feinstaub-Debatte in Stuttgart schreibt Alexander Wutzke: „Sehr schön, hoffentlich kommen viele Leute mit dem Auto nach Stuttgart, um die ganzen Shoppingcenter zu bewundern...dann gibt’s wieder schöne dicke Luft.“ Ebenso treibt das allgegenwärtige Thema Stau in der Innenstadt den ein oder anderen Bürger um. „Kommendes Jahr wird es noch schwieriger, mit dem Auto in die Stadt zu fahren“, kommentiert beispielsweise Emrah Haligür.

Auch die Ausrichtung des Dorotheen-Quartiers auf Kunden mit dickem Portemonnaie sowie den Einfluss auf die Stadtentwicklung finden manche fragwürdig: „Offensichtlich gibt es in Stuttgart viele Leute mit sehr großem Geldbeutel. Schade, dass es kein Mittelding mehr gibt!“, kommentiert Brigitte Autenrieth. Und Brigitte Bonnet schreibt: „Ob man diese drei ‚Riesenbauten’ im Zentrum Stuttgarts wirklich gebraucht hat, möchte ich bezweifeln.“

Hier sehen Sie die Eröffnung des Dorotheen-Quartiers im Video:

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: