Das Konzept des Büros Günter Hermann Architekten ist favorisiert. Foto: privat

Alle fünf Entwürfe zum Neubau an der Kirchhaldenschule sind bis 4. April beim Hochbauamt zu sehen. Die letztendliche Entscheidung der Jury fiel auf den Entwurf des Stuttgarter Büros Günter Hermann Architekten.

Botnang - Das Kinderhaus an der Kirchhaldenschule nimmt Fahrt auf. Am Mittwoch vergangener Woche hatte eine Jury, in der unter anderem Bezirksvorsteher Wolfgang Stierle saß, die Qual der Wahl. Fünf Modelle hatte das Auswahlgremium zu bewerten. „Wir haben dabei fünf ganz unterschiedliche Entwürfe gesehen, wie das Kinderhaus aussehen und wo es sich ins Gelände einpassen könnte“, sagt Johannes Meinke vom Hochbauamt. Alle Konzepte seien gut gewesen, dennoch habe eines herausgestochen.

Einstimmig hat die Jury letztendlich den Entwurf des Stuttgarter Büros Günter Hermann Architekten favorisiert. Die Mitglieder des Gremiums haben nun erst einmal die Empfehlung ausgesprochen, mit diesem Konzept weiterzuarbeiten. Gegen diese Entscheidung kann allerdings noch bis Anfang April von den unterlegenen Architekturbüros Einspruch eingelegt werden. Erst danach steht der Sieger dann definitiv fest.

Ein Aufzug soll für Barrierefreiheit sorgen

Seit vergangenem Mittwoch werden die fünf Modelle im ersten Stock des Hochbauamtes, Hauptstätter Straße 66, präsentiert. Die Entwürfe sind bis zum 4. April, jeweils zwischen 9 und 16 Uhr, zu sehen. Alle Entwürfe sind detailliert beschrieben. Das Büro Günter Hermann Architekten möchte ein zweigeschossiges, quadratisches Gebäude errichten – östlich der Kirchhaldenschule. Hinter dem Bolz- und dem Verkehrsübungsplatz befindet sich derzeit noch ein sogenanntes Bewegungsensemble mit zwei Klettertürmen und Hängebrücke. „Die Anlage ist aber aus Sicherheitsgründen gesperrt“, sagt der Elternbeiratsvorsitzende der Kirchhaldenschule, Frank Riehl. Das Ensemble wird nun entfernt, und anstelle der Anlage soll dann dort das Kinderhaus gebaut werden, das dann auch ein Stück weit in den Hang hineinragen wird.

Die Kirchhaldenschule soll durch einen teilweise unterirdischen Gang mit dem Kinderhaus verbunden werden. Die Schüler werden nämlich künftig die Mensa im Erdgeschoss des Neubaus nutzen. Darüber hinaus sieht der Entwurf auf diesem Stockwerk Räume für die Ganztagsschule vor. Ein Aufzug stellt dabei sicher, dass sowohl für Barrierefreiheit als auch für die Verteilung des Essens in den oberen Etagen gesorgt wird.

Einweihung für 2017 vorgesehen

Im ersten Stockwerk sind zwei Kita- Gruppen für Kinder im Alter bis drei Jahren geplant. Auf der zweiten Etage sollen die Drei- bis Sechsjährigen betreut werden. Die Kita wird über den Oberen Kirchhaldenweg erschlossen. Über diese Straße erfolgt auch die Essensanlieferung. „Der Corelliweg wird keinen zusätzlichen Lieferverkehr bekommen“, sagt Meinke. Und er rechnet auch nicht mit einem erheblichen Zuwachs an Fahrzeugen am Oberen Kirchhaldenweg. „Die Kinder kommen aus der Umgebung. Da werden sicherlich nicht alle Eltern mit dem Auto kommen.“

Über den Oberen Kirchhaldenweg gelangt man auch in die Freibereiche der Kita. „Der große Hügel im nördlichen Grundstücksbereich wird zum ,Piratennest´, das man über unterschiedliche Plateaus erklimmt“, heißt es im Konzept des Büros Günter Hermann Architekten. Kletter- und Rutschbahnen sollen die Plateaus dann verbinden. Am Fuße des Hügels wird es Sitzgelegenheiten geben.

„Der Architekt hat uns gegenüber geäußert, dass die kalkulierten 4,5 Millionen Euro für den Bau des Kinderhauses ausreichen werden“, sagt Johannes Meinke. Die Einweihung des Neubaus soll dann im Frühjahr 2017 erfolgen.

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