Noch ein letztes Glas im Stehen: Ab fünf Uhr ist in den Clubs an der Eberhardstraße künftig Zapfenstreich (Symbolbild). Foto: dpa

Die Wiedereinführung der pauschalen Sperrstunde bringt die Stuttgarter Clubs Dilayla, White Noise und Bar Romantica in Existenznöte. Und für Nachteulen wird es wieder früher hell. Wie kommt das bei der Netzgemeinde an?

Stuttgart - Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart hat verfügt, dass die einst aufgehobene Sperrstunde in der Umgebung der Eberhardstraße künftig doch wieder beachtet werden muss. Das heißt: Die Clubs Dilayla, White Noise und Bar Romantica müssen zwischen fünf und sechs Uhr schließen. Der Grund dafür sind Anwohnerbeschwerden.

Die wiedereingführte Sperrstunde sorgt in zweierlei Hinsicht für Furore: Die betroffenen Clubbetreiber und Gastronomen sehen ihre Existenz bedroht. Denn die meisten Gäste kämen erst gegen zwei Uhr, wie einer der Gastronom im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. Ist die Party schon um fünf Uhr vorbei, würde der Laden erst drei Stunden auf Hochtouren laufen. Klar, dass das für schlaflose Nächte sorgen dürfte – und zwar nicht aufgrund der guten Stimmung im Club.

Die schafft es allerdings immer wieder, Nachtschwärmer und Tanzliebhaber bis in die frühen Morgenstunden bei Laune zu halten. Daher dürfte die Sperrstunde auch bei Stuttgarts Partygängern unbeliebt sein: Wo kann man dann noch hingehen, wenn man noch nicht müde ist? Das Angebot ist dünn, zumal offenbar auch die Absacker-Kneipe Oblomow von der Sperrstunde betroffen sein wird. Sicher ist, dass es dem ein oder anderen Feier-Tier so gehen dürfte, wie es die Electro-DJs Laserkraft 3D 2010 in ihrem Song „Nein, Mann“ beschrieben haben.

Wir haben Kommentare der Netzgemeinde zusammengetragen. Der Tenor: Unverständis. Lesen Sie hier, wie sich die Nutzer von Facebook und Twitter zur Sperrstunde äußern:

Worum es genau geht, fragt sich ein Leser auf Facebook:

Eine Petition gegen die Sperrstunde fordert dieser Leser auf Twitter:

Wenig Verständnis für die Entscheidung zeigt dieser Leser:

Auch hier wenig Verständnis für die Anwohner:

„Passt ins Bild“:

Wut und Unverständnis:

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