Die Neckarschleuse bei Ludwigsburg. Foto: factum/Weise/Simon Granville/factum

Weil ein Mensch in den Neckar gefallen sein könnte, starten Einsatzkräfte am Sonntagabend eine groß angelegte Suchaktion. Ein Hubschrauber kann wegen der schlechten Witterung nicht starten, deshalb rückt eine Spezialeinheit der Feuerwehr an.

Ludwigsburg - Mit einem Boot und Kameradrohnen hat ein Großaufgebot von Rettungskräften am Sonntagabend einen Teil des Neckars bei Ludwigsburg-Poppenweiler abgesucht, weil dort eine Person in Not vermutet wurde.

Wie die Polizei mitteilt, hatte eine Anwohnerin aus dem Ludwigsburger Stadtteil gegen 19.45 Uhr einen Schrei gehört und den Notruf gewählt. Außerdem hatte die Dame auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses beim Neckarbiotop „Zugwiesen“ kurz das Licht einer Taschenlampe aufflackern sehen. Einsatzkräfte suchten daraufhin das Ufer des Neckars sowie die Nebenarme – insbesondere die Zugwiesen – zwischen der Schleuse bei Poppenweiler und der Kläranlage ab. Insgesamt waren fast 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg und der DLRG im Einsatz. Weil manche Stellen vom Wasser aus besser zu sehen sind, kam auch ein Boot zum Einsatz.

Hubschrauber kann nicht starten

Eigentlich hätte ein Hubschrauber die Suche am Boden aus der Luft unterstützen sollen, die schlechte Witterung ließ einen Start aber nicht zu. Deshalb wurde die Drohnengruppe der Feuerwehr Walheim angefordert. Die an der Drohne angebrachten Infrarot- und Wärmebildkameras erkannten zwar mehrere Wärmequellen, um Menschen handelte es sich dabei aber nicht. Die Polizei brach die Suchaktion deshalb gegen 22.30 Uhr ab.

Am Montagmorgen flog ein Hubschrauber noch einmal über das Gebiet – Hinweise, dass an der Stelle ein Mensch ins Wasser gefallen war, taten sich für die Besatzung aber nicht auf. „Es gibt keinerlei Verdacht auf einen Unfall oder eine Straftat“, sagte Polizeisprecher Peter Widenhorn. Vermutlich hätten Personen am Neckarufer „herumgeblödelt“ und so den Großeinsatz ausgelöst.

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