Die Radfahrer sind halbnackt für ihre Rechte unterwegs. Foto: Marius Becker/dpa

In Köln geben die Radfahrer (fast) ihr letztes Hemd: Etwa 60 Drahtesel-Liebhaber sind am Freitag durch die Domstadt gefahren, um auf ihre Rechte aufmerksam zu machen.

Köln - Bei wenig sommerlichem Wetter sind die Teilnehmer des ersten „Naked Bike Ride“ in Köln halbnackt durch die Domstadt geradelt. „Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass wir Fahrradfahrer die ungeschütztesten Verkehrsteilnehmer sind“, sagte Organisator Christian Stunz vor Beginn der Demonstration am Freitag.

Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 60 Radlerinnen und Radler im Alter von 20 bis 60 Jahren. Die Fahrradfahrer bewegten sich im Zentrum von Köln vom Rudolfplatz über die Ringe und die Deutzer Brücke auf die andere Rheinseite, bevor es am Dom vorbei zum Ziel Heumarkt in der Altstadt ging. „In erster Linie soll es natürlich Spaß machen. Wir wollen öffentlichkeitswirksam Fahrrad fahren“, sagte Stunz. Die spärlich bekleideten Teilnehmenden setzten sich mit ihrer Tour für breitere Radwege und eine höhere Aufmerksamkeit für Radfahrer im Straßenverkehr ein.

Komplett nackt dürfen die Demonstranten nach deutschem Gesetz nicht fahren. Bei ähnlichen Aktionen etwa in Großbritannien sind die Radfahrer teilweise deutlich freizügiger unterwegs.

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