In drei Sitzen einer S-Bahn haben am Montagabend spitze Nadeln gesteckt (Symbolbild). Foto: dpa

Zwei Menschen haben sich am Montagabend Verletzungen zugezogen, als sie sich auf mit Nadeln präparierten S-Bahn-Sitzen niedergelassen haben. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Stuttgart - Die Suche nach den Tatverdächtigen, die am Montag mehrere Sitzplätze einer S-Bahn mit Stecknadeln präpariert haben, läuft bisher ergebnislos. Durch die spitzen Gegenstände wurden am Montag gegen 21.30 Uhr zwei Menschen leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und hofft darauf, dass Videoaufnahmen aus der betroffenen S1 Klarheit schaffen.

Auswertung der Datenträger dauert an

„Die Aufnahmen aus den Stuttgarter S-Bahnen werden nicht etwa live auf einen Bildschirm übertragen, sondern auf Festplatten gespeichert“, erklärt Daniel Kroh, Pressesprecher der Bundespolizei in Stuttgart. Ausgebaut war der Datenträger schnell. Nun müsse die Videoaufzeichnung ausgewertet werden. Falls ein Tatverdächtiger zu erkennen ist, werde sein Bild mit der Datenbank der Polizei abgeglichen. „Ein Ergebnis ist mir noch nicht bekannt“, sagt Kroh. Trotzdem hofft die Bundespolizei, dass die Aufnahmen Hinweise auf den Täter bringen.

Die Nadeln, die am Montagabend in drei Sitzen einer S1 nach Herrenberg steckten, haben zwei Menschen leicht verletzt. Sie hatten die 4,5 Zentimeter langen Stecknadeln nicht gesehen und sich kurz vor dem Halt in Stuttgart-Vaihingen darauf gesetzt. Ein anderer Mann hatte die Gefahr rechtzeitig erkannt. Weitere Sitze wurden nach Angaben der Polizei nicht präpariert. Zeugenhinweise nimmt die Polizei noch immer unter der Telefonnummer 0711/870350 entgegen.

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