Yuko Katuta in Pique Dame an der Stuttgarter Oper. Foto: A. T. Schaefer

Pique Dame, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Oper in drei Akten und sieben Bildern, die auf der gleichnamigen Erzählung des russischen Dichters Alexander Puschkin basiert, an der Oper Stuttgart.

Stutgart - Für reichlich Surreales sorgt bei Pique Dame am Sonntagabend vor allem Anna Viebrock mit einer Drehbühne voller Leitern, Balkone, schäbiger (Stuck-)Fassaden und skurriler Möblierung sowie mit Kostümen, die sich quer durch ein Jahrhundert assoziieren. Die Inszenierung des Stücks durch Jossi Wieler und Sergio Morabito treibt Tschaikowskys Stück dafür alles Dämonische aus.

Jede Handlung wird hier psychologisch ausgeleuchtet und motiviert, und was die beiden Liebenden dadurch an Kontur gewinnen, verliert die prägende Figur der Gräfin an Kraft und dunkler Magie. Helene Schneiderman singt die Partie aber glänzend, und auch Vladislav Sulimsky gibt als Tomski eine Galavorstellung. Erin Caves (German) und Rebecca von Lipinski (Lisa) überzeugen vor allem darstellerisch.

Der strahlkräftige, sehr genau geführte Staatsopernchor hat einen der stärksten Abende seit langem, und Sylvain Cambreling beweist am Pult des Staatsorchesters viel Sinn für Tschaikowskys weites, melancholisches Pathos ebenso wie für die kammermusikalischen Momente der Partitur.

Eine ausführliche Rezension lesen Sie in unserer Dienstagsausgabe.

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