Koray Yildiz Foto: Patricia Sigerist

Der SV Fellbach kann sich in der Verbandsliga wie sein Kapitän Koray Yildiz noch nicht wirklich in Bestform präsentieren. Die Oeffinger ärgern sich über das nicht gegebene Tor von Mario Mutic.

Fellbach/Oeffingen - Es reicht noch nicht für 90 Minuten bei Koray Yildiz. Nach Verletzung und Urlaub ist der Kapitän der Fußballer des SV Fellbach noch immer nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Am Samstag hatte er beim Auswärtsspiel gegen den FSV Hollenbach (0:2) zwar in der Startelf gestanden, kam dann aber nach der Pause nicht mehr zurück auf den Rasenplatz. Samuel Wehaus ersetzte ihn und begab sich an die Seite von Veljko Milojkovic in die Sturmspitze. Nun hofft der Trainer Giuseppe Greco auf die baldige Rückkehr des Mittelfeldspielers Jens Strohm, der seiner Mannschaft in der Verbandsliga mehr Stabilität verleihen könnte. So hofft der Coach. Jens Strohm hatte bei einem Vorbereitungsspiel Ende Juli eine schwere Bänder- und Kapselverletzung erlitten. Er trainiert zwar schon wieder, aber er wird wohl noch eine Weile brauchen, um auf dem Platz vollwertig mitmischen zu können. Am Samstag war kurzfristig auch Claudio Paterno mit Wadenproblemen für einen Einsatz von Beginn an ausgefallen, er kam erst in der 65. Spielminute für Philipp Hörterich in die Begegnung. Nach sieben Spielen steht der Aufsteiger SV Fellbach mit vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Die Erfahrung hilft uns jetzt nichts, wir müssen die Ärmel hochkrempeln und uns die Punkte erkämpfen“, sagt Giuseppe Greco. Mit gutem Beispiel vorangegangen ist am Samstag Timo Marx, der deshalb unser Spieler des Tages ist – auch wenn es für die Punkte am Ende nicht gereicht hat. „Egal, wie technisch versiert ein Spieler ist, wenn er nicht hundertprozentig fit ist, reicht es in dieser Liga eben nicht“, sagt der Trainer des Verbandsliga-Neulings im Hinblick auf die aktuelle Situation in seinem Kader. Haris Krak, der Trainer des TV Oeffingen, hat seine Fußballer gelobt. Denn trotz der 1:2-Heimniederlage im Landesliga-Spiel gegen die Sportfreunde Schwäbisch Hall hatte er wenig an der Leistung seiner Mannschaft auszusetzen. Einer hat den Titel Spieler des Tages jedoch besonders verdient: Lutonda Ntiti, in der vergangenen Saison mit sieben Treffern hinter Mario Mutic, der achtmal erfolgreich war, zweitbester Angreifer der Oeffinger, erzielte am Sonntag sein erstes Saisontor zur 1:0-Führung des TVOe. „Das hat mich sehr gefreut, er war die ganze Zeit nah dran, jetzt hat es endlich geklappt“, sagte Haris Krak. Geärgert hat sich der Übungsleiter allerdings über das nicht gegebene Tor in der 73. Minute von Mario Mutic, das den 2:2-Ausgleich bedeutet hätte. Vor allem, nachdem er aus dem Freundeskreis des verhinderten Torschützen ein Video bekommen hat, das jene Szene zeigt. „Ich habe ein Standbild gemacht, der Ball war klar im Tor. Warum der Schiedsrichter den Treffer nicht gibt, verstehe ich nicht“, sagte Haris Krak. Der Unparteiische Patrick Stephany gab dafür elf gelbe Karten – sieben davon für die Oeffinger. Auch der Trainer wurde verwarnt und schließlich aus der Coachingzone verbannt. Patrick Stephany sowie Michael Jörg und Paul Reiss, seine Assistenten an der Linie, verließen nach dem Spiel rasch den Tennwengert. „Normalerweise isst das Schiedsrichterteam nach dem Spiel immer bei uns im Clubhaus, aber die drei wollten nicht“, sagte Haris Krak.

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