Der nächste Titel: Trainer Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool den europäischen Supercup gewonnen. Foto: AFP

Dass Jürgen Klopp ein Trainer mit hohem Unterhaltungswert ist, ist längst bekannt. Am Mittwochabend hat er einen erneuten Beweis geliefert – und ist deshalb unser Sportsfreund des Tages.

Stuttgart - Jürgen Klopp ist ein guter Typ. Unterhaltsam, lustig, mal ironisch, mal hintergründig. Und wenn er mit seinem FC Liverpool gewonnen hat, ist er meist noch unterhaltsamer, noch lustiger. Auch am späten Mittwochabend war er gut drauf.

Das war kein Wunder, schließlich hatte sein Team gerade den europäischen Supercup gewonnen. Der Sieger der Champions League traf auf den Sieger der Europa League – und der FC Liverpool bezwang den FC Chelsea nach Elfmeterschießen. Held des Tages war aber nicht Jürgen Klopp oder einer der anderen Stars der Reds wie Mo Salah oder Sadio Mané – sondern ein Keeper, der bis vor kurzem noch nicht einmal einen Arbeitgeber hatte. Das Schöne daran: Sein Name ist Adrian.

Kürzlich war der Keeper noch ohne Vertrag

Nun ist ja eigentlich egal, wie ein Fußballspieler heißt, entscheidend ist ja seine Leistung. Aber in deren Analyse wird es – je nach Name – eben lustig oder langweilig. Bei Adrian wurde es lustig.

Lesen Sie hier: Das erwartet den VfB gegen den FC St. Pauli

Jürgen Klopp jedenfalls lobte den 32-Jährigen, den er erst vor zehn Tagen verpflichtet hat und der für den verletzten Alisson Becker im Tor stand, über den grünen Klee: „Seine Leistung über 120 Minuten war unglaublich.“ Und weil der fragende Reporter die Partie gegen den FC Chelsea mit einem Boxkampf verglich, erinnerte sich auch der Coach an einen großen Kampf – wenn auch an einen fiktiven.

Klopp kamen die Rocky-Filme mit Sylvester Stallone in den Sinn – und die vielleicht berühmteste Szene darin. Als Stallone als völlig abgekämpfter Sieger mit zugeschwollenen Augen noch im Ring nach seiner Frau schreit. Ihr Name: Adrian.

Also schrie auch Klopp ins Mikrofon des Reporters: „Adriaaan.“ Und grinste sich eins. Weil er mal wieder große Unterhaltung geboten hatte.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: