Die Schiedsrichter-Beschimpfung brachte Badstuber eine Sperre ein. (Archivbild) Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Der VfB-Spieler Holger Badstuber will weiter auf dem Fußballplatz seine Emotionen ausleben. Weil sein „Muschi“-Beschimpfungen für Aufregung sorgten, will er nun, dass die TV-Mikrofone nicht mehr jede Äußerung genau mitlauschen.

Stuttgart - (dpa) Außenmikrofone sollten aus Sicht von Fußballprofi Holger Badstuber nicht so nah an den Spielfeldern platziert werden. „Ich möchte auf dem Platz meine Emotionen ausleben können. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, die Mikrofone etwas weiter hinten aufzustellen“, sagte der Verteidiger des VfB Stuttgart nach seinem Verbal-Ausraster an der Seitenlinie der „Sport Bild“ (Mittwoch) in einem Interview.

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Als der 30-Jährige vor gut zwei Wochen im Zweitliga-Spiel gegen Kiel Gelb-Rot gesehen hatte, schimpfte er beim Verlassen des Platzes in Richtung der Schiedsrichter: „Ihr seid Muschis geworden, Muschis.“ Aufgrund der Mikrofone konnten die TV-Zuschauer jedes seiner Worte hören. Sein Verhalten sei „nicht okay“ gewesen, sagte der Ex-Nationalspieler, aber er warnt auch.

Badstuber will auf dem Rasen seine Meinung sagen

„Es sollte kein Risiko darstellen, wenn man auf dem Rasen seine Meinung sagt. Die Folge sind Spieler, die ständig die Hand vor dem Mund haben“, meinte er. „Ich möchte nicht immer auf dem Platz daran denken müssen, dass jedes Wort von mir aufgenommen und bewertet wird.“ Allerdings waren seine Beschimpfungen nur zu hören gewesen, weil er sie nahe der Außenlinie geäußert hatte.

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