Nach Bekanntwerden der Steueraffäre um Uli Hoeneß vom FC Bayern München haben sich im Südwesten hunderte Steuersünder selbst angezeigt. Foto: dpa

Nach Bekanntwerden der Steueraffäre um Bayern-Manager Uli Hoeneß haben sich laut Finanzministerium im Südwesten hunderte Steuersünder selbst angezeigt.

Stuttgart - Nach Bekanntwerden der Steueraffäre des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß haben sich im Südwesten knapp 400 reuige Steuersünder selbst angezeigt. Das geht aus Zahlen des Finanzministeriums in Stuttgart vom Dienstag hervor. Zum Stichtag 15. Mai verzeichnete das Ministerium 12.333 Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen in der Schweiz und Liechtenstein seit Februar 2010. Die damit verbundenen Mehrsteuern belaufen sich auf geschätzt rund 373 Millionen Euro.

Der Anstieg binnen Monatsfrist um 383 Anzeigen ist den Zahlen zufolge aber nicht besonders außergewöhnlich: Von Mitte März bis Mitte April zeigten sich 287 Menschen selbst an, in den vier Wochen davor waren es 320 und von Mitte Januar bis Mitte Februar sogar 403. Am 20. April war bekanntgeworden, dass gegen Hoeneß wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt wird.

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