Eine Lufthansa-Maschine drehte auf dem Weg nach Teheran um. Foto: dpa/Arne Dedert

Nach den Spekulationen um den Absturz einer Passagiermaschine im Iran hat die Lufthansa ein Flugzeug seiner Flotte auf dem Weg nach Teheran umkehren lassen.

Frankfurt/Main - Die Lufthansa hat ein Flugzeug auf dem Weg in die iranische Hauptstadt Teheran umkehren lassen. Grund sei eine veränderte Einschätzung der Sicherheitslage für den Luftraum um den Flughafen Teheran, sagte ein Sprecher am Donnerstagabend. Das Flugzeug mit der Flugnummer LH 600 befinde sich auf dem Rückweg, sagte der Sprecher um kurz vor 20 Uhr. Die Maßnahme sei rein vorsorglich. Zuvor hatte es in US-Medienberichten geheißen, die am Mittwoch bei Teheran abgestürzte ukrainische Passagiermaschine könnte von einer iranischen Flugabwehrrakete getroffen worden sein.

US-Regierungsbeamte hielten dies für hoch wahrscheinlich, berichtete der TV-Sender CBS am Donnerstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen. Das Nachrichtenmagazin „Newsweek“ berichtete unter Berufung auf zwei Pentagon-Mitarbeiter, dies sei wohl versehentlich geschehen. Die Annahme sei, dass das iranische Luftabwehrsystem aktiv gewesen sein könnte, nachdem in der Nacht zum Mittwoch vom Iran aus Raketen auf von US-Soldaten genutzte Militärstützpunkte im Irak abgefeuert worden waren, berichtete „Newsweek“.

Iran weist Spekulationen zurück

Der Iran hatte Spekulationen über einen Abschuss zuvor bereits zurückgewiesen. Bei dem Absturz waren 176 Menschen gestorben. Die Boeing 737 der Ukraine International Airlines war auf dem Weg von Teheran nach Kiew gewesen.

Erst am Donnerstagvormittag hatte die Lufthansa erklärt, nach eintägiger Unterbrechung wegen der Zuspitzung des Iran-Konflikts ihre Flüge nach Teheran wieder aufzunehmen. Der Flug LH 600 hatte Frankfurt am Nachmittag verlassen.

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