Bei Razzien während der Nordischen Ski-WM in Seefeld flog der Doping-Skandal um den Arzt Marks S. auf. Foto: ZB

Der Doping-Skandal um den Erfurter Arzt Mark S. weitet sich nach den Razzien während der Nordischen Ski-WM in Seefeld weiter aus. Laut Staatsanwaltschaft sollen 21 Athleten aus acht Nationen betroffen sein.

München - Der Doping-Skandal um den Erfurter Arzt Mark S. weitet sich aus. Wie die Staatsanwaltschaft in München mitteilte, seien nach bisherigem Kenntnisstand 21 Athleten aus acht Nationen betroffen, die von 2011 bis zur Nordischen Ski-WM in Seefeld im Februar diesen Jahres beteiligt getroffen sein sollen.

Wie die Behörde weiter erklärte, handele es sich um eine dreistellige Zahl von Fällen, in denen Blut entnommen oder zurückgeführt wurde. „Es sind fünf Sportarten betroffen, von denen drei dem Wintersport zuzurechnen sind“, sagte Kai Gräber, Leiter der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Doping in München.

Ermittler fanden 40 Blutbeutel bei Mark S.

Zudem sei am Montag eine weitere Person aus dem Erfurter Netzwerk festgenommen worden, die sich derzeit in Untersuchungshaft befindet. Diese Person soll Blutbeutel transportiert haben und dabei geholfen haben, Blutdoping anzuwenden.

Während der Nordischen Ski-WM war es in Seefeld und Thüringen zu Razzien gekommen, zunächst hatten neun Spitzensportler ihre Beteiligung am Dopingnetzwerk des Erfurter Sportarztes Mark S. gestanden. Bei dem Mediziner fanden die Ermittler 40 Blutbeutel, die derzeit noch Athleten zugeordnet werden müssen.

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