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Der Trainerwechsel beim VfB Stuttgart war nicht mehr zu verhindern. Jetzt versucht Christian Gross die komplett verfahrene Situation wieder in den Griff zu bekommen.

Stuttgart - Jetzt versucht Christian Gross die komplett verfahrene Situation wieder in den Griff zu bekommen. Er gilt als Trainer, der mit harter Hand und kompromisslosen Ansagen seine Ziele verfolgt. Wer es gut meint mit den Roten, der muss ihm alles Glück der Welt dabei wünschen. Denn der Sprung aus der eher beschaulichen Schweizer Super-League ins knallharte Geschäft der Bundesliga dürfte auch für den Ex-Trainer des FC Basel eine besondere Herausforderung sein.

Er selbst hat wenig Erfahrung im Kampf gegen den Abstieg, obendrein trifft er auf eine strukturell unsortierte Mannschaft, die jeden Glauben an sich selbst verloren hat, die geprägt ist von Einzelinteressen sich selbst überschätzender Spieler und von Neuzugängen, die bis dato nicht wirklich integriert wurden.

Überlagert wird dies alles von einer Vereinsführung um den Präsidenten Erwin Staudt, die in ihrer sportfachlichen Unerfahrenheit und Naivität das junge Tandem Markus Babbel und Horst Heldt gewähren ließ, ohne die gravierenden Fehler schon zu Beginn der Saison zu korrigieren. Das Krisenmanagement des VfB Stuttgart war bis zuletzt geprägt von großen Worten und billigen Sprüchen.

Der Trainerwechsel beim VfB Stuttgart ist eine Gross-Chance. Vielleicht die letzte, um den Abstieg noch zu verhindern. Ob sie die Roten nützen, liegt nicht allein am Trainer.

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