Scherzen mit den Abstandsregeln: Jonas Kaufmann und Diana Damrau bei der Opus-Klassik-Gala. Foto: dpa/Jens Kalaene

Bei der Verleihung des Opus Klassik in Berlin wurde der Sänger Jonas Kaufmann für musikalische Offenheit ausgezeichnet: Jedenfalls darf man die Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ so interpretieren. Neben ihm, Anne-Sophie Mutter und Diana Damrau waren auch Stuttgarter Künstler erfolgreich.

Berlin - Die Geigerin Anne-Sophie Mutter und der Sänger Jonas Kaufmann sind Preisträger des diesjährigen Opus Klassik. Die Auszeichnungen wurden am Sonntag in Berlin vergeben. Eine neunköpfige Jury aus Vertretern von Plattenfirmen, Veranstaltern und Musikverlagen hatte zuvor Preisträger in 25 Kategorien bestimmt.

Auch Stuttgarter Künstler wurden ausgezeichnet: Das Label Carus erhielt den Preis in der Kategorie „Editorische Leistung“ für die erste abgeschlossene Gesamteinspielung der Werke von Heinrich Schütz mit dem Dresdner Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann. Der Geiger und Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters, Thomas Zehetmair, wurde in der Kategorie „Solistische Einspielung“ für seine Doppel-CD „Johann Sebastian Bach: Sonaten & Partiten für Violine BWV 1001-1006“ gewürdigt.

Thomas Gottschalk hat moderiert

Die Auszeichnung wird getragen vom Verein zur Förderung der Klassischen Musik. Die Verleihung im Konzerthaus Berlin stand am Sonntagabend mit dem Moderator Thomas Gottschalk auch im ZDF gezeigt. Mutter wurde als „Instrumentalistin des Jahres“ geehrt, Kaufmann für sein Album „Wien“ in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. Weitere Preisträger sind die Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla, der Tenor Daniel Behle sowie die Sopranistin Diana Damrau für ihre Einspielung von Richard Strauss’ „Vier letzte Lieder“.

Die Mezzosopranistin Elīna Garanča und die Sopranistin Marlis Petersen wurden als beste Sängerinnen geehrt, der Pianist Igor Levit ist „Bestseller des Jahres“ für die Einspielung aller Beethoven-Klaviersonaten. Preise waren zudem vorgesehen für die Blockflötistin Dorothee Oberlinger, den Komponisten Detlev Glanert sowie das Vision String Quartet und das Ensemble Resonanz als Orchester des Jahres.

Nachfolger des abgeschafften Echo

Zu den besten Nachwuchskünstlern gehören die Sopranistin Elsa Dreisig, der französische Tenor Benjamin Bernheim, die belgische Klarinettistin Annelien van Wauwe und die britische Pianistin Isata Kanneh-Mason.

Der zum dritten Mal verliehene Preis war im Zuge der Abschaffung der Echo-Preise von Plattenfirmen, Konzertveranstaltern und Musikverlagen aus der Klassikbranche ins Leben gerufen worden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: