Auch Tanzeinlagen gehören beim Musical „Anatevka“ zum Programm. Foto: factum/Archiv

Das Musical „Anatevka“ der Jugendmusikschule war im Januar ein großer Erfolg. Weil viele Kartenwünsche unerfüllt geblieben sind, wird es nun noch zweimal aufgeführt.

Freiberg/Neckar - Vier restlos ausverkaufte Aufführungen, 2200 Besucher, 160 Mitwirkende und rund 50 000 Euro Gesamtkosten: die Zahlen rund um das Musical „Anatevka“, das die Jugendmusikschule (JMS) Freiberg/Pleidelsheim im Januar anlässlich des 40. Geburtstages der Stadt Freiberg aufgeführt hat, sprechen für sich. „Eine ganz außergewöhnliche Produktion in vielerlei Hinsicht“, sagt Doris Scülfort, die als Leiterin der Jugendmusikschule die Gesamtleitung des Mammutprojekts innehat. Das Stück sei dem ­Publikum emotional sehr nahe­gekommen, an jedem Abend habe ein ganz eigene Atmosphäre geherrscht. „Ein schönes Gefühl, dass alles so gut gelaufen ist“, sagt sie.

Die Faschingswoche nutzt Scülfort momentan zum Durchatmen. „Da mache ich gar nichts“, sagt sie. Nach den tollen Tagen wird sie wieder all ihre Energie benötigen, denn wegen des großen Erfolges geht „Anatevka“ in die Verlängerung. Am 31. März und am 1. April wird es zwei weitere Aufführungen im Freiberger Veranstaltungszentrum Prisma geben.

Spielfreude war bei allen sehr groß

„Wir konnten im Januar viele Kartenwünsche nicht befriedigen“, sagt Scülfort. Zudem sei die Spielfreude bei allen Beteiligten so groß gewesen, dass man sich für die Zugaben entschieden habe. „Das war ein ganz dynamischer Prozess. Den konnten wir gar nicht stoppen.“ Dass man einen zeitnahen Termin im Prisma dafür gefunden habe, sei großes Glück. „Ein paar Monate später hätte das keinen Sinn mehr gemacht.“

Eine der beiden Zugaben wird unter einem ganz besonderem Stern stehen. „Die haben wir für den Coopera-Wettbewerb angemeldet“, sagt Scülfort. Das Gemeinschaftsprojekt des Forums Musik (Landkreis Ludwigsburg), der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg und des Staatlichen Schulamts hat das Ziel, Kooperationen zwischen unterschiedlichen Musikgruppen verschiedenen Alters zu fördern. Da die erste Aufführung noch außerhalb der Teilnahmefrist liege, habe man nur die zweite dafür anmelden können, erklärt Scülfort.

Förderverein trägt die Kosten

Dass „Anatevka“ so erfolgreich werden konnte, ist auch ein Verdienst des JMS-Fördervereins. Dieser hat die gesamten Kosten in Höhe von 50 000 Euro getragen und dafür Spenden und Sponsorengelder eingeworben. Vier Jahre lang habe sein Verein fast nichts ausgegeben, um „Anatevka“ finanzieren zu können, sagt der Vorsitzende Gerhard Beck.

„57 Prozent wurden über Spenden finanziert, der Rest aus den Eintrittsgeldern.“ Musikrechte, Arrangement und Requisite hätten mit je rund 5000 Euro zu Buche geschlagen. Größter Kostenblock seien mit einem Anteil von 50 Prozent Licht und Ton gewesen. „Die Qualität war sehr gut, daher war uns das jeden Euro wert“, sagt Beck. Und da die Vereinskasse noch nicht ganz leer sei, bekomme man die Zugaben auch noch gut gestemmt.

Termine: „Anatevka“ wird am Samstag, 31. März, um 19 Uhr und am Sonntag, 1. April, um 17 Uhr im Prisma aufgeführt. Karten gibt es ab dem 27. Februar bei der Jugendmusikschule zu kaufen.
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