Bürgermeister Torsten Bartzsch, Jule Zils, Daniela Schaupp und Martina Dann (von links) werben für die Eier. Foto: Oliver von Schaewen

Aktion im Rathaus beginnt bald.

Murr - Hilfe von Mensch zu Mensch strebt die Murrer Verwaltung mit der Aktion „Wunschostereier“ zugunsten bedürftiger Rentner an. Bereits bei der Aktion „Wunschweihnachtssterne“ hatten Bürger im vorigen Advent Kindern aus wirtschaftlich schwachen Familien eine Freude bereitet. Jetzt können sozial engagierte Murrer zu Ostern ein Geschenk für maximal 40 Euro spenden.

Empfänger sind ältere Mitmenschen, deren Rente nicht ausreicht und für die der Staat einspringen muss – entweder durch Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld oder andere Zuschüsse. „Die Scham ist bei den Älteren sehr groß, sich für eine solche Aktion zu melden“, berichtet Jule Zils vom Zentralen Service im Bürger- und Rathaus. Trotzdem hat es das Team vom Service probiert. „Wir haben Gespräche im vertraulichen Rahmen in einem Zimmer abseits des Schalters geführt“, berichtet Kollegin Martina Dann. Immerhin elf der Senioren holten sich bis zum 24.  Februar ein Ei ab und füllten es aus.

Die Wünsche auf den Eiern spiegeln die Geldsorgen der Senioren wider. Ein Paar schwarze Schuhe der Größe 40 wird erbeten. Schwer finanzierbar sind wohl auch größere Einkäufe in ortsansässigen Einzelläden und Friseurbesuche. „Wir haben viele Bürger, die gerne anderen helfen“, erzählt Daniela Schaupp vom Zentralen Service. Bereits bei der Aktion „Wunschweihnachtssterne“ hätten viel mehr Bürger helfen wollen als benötigt. Ihre Kollegin Jule Zils bestätigt das: „Wir hatten 30 Wunschweihnachtssterne ausgehängt – alle waren am selben Tag weg, und noch drei Wochen später kamen Anfragen von Bürgern, die spenden wollten.“

Stolz auf das Engagement seiner Mitbürger ist der Rathauschef Torsten Bartzsch. „Die Idee der Wunschweihnachtssterne hat sich bewährt – das neue Projekt unseres Zentralen Services knüpft daran an.“ Es sei wichtig, auch älteren Menschen, die ein Leben lang hart gearbeitet hätten, aber denen nicht genügend Mittel zu Verfügung stünden, mit einer solchen Aktion an einem wichtigen Feiertag zur Seite zu stehen. Bartzsch rechnet mit einer gewissen Dunkelziffer von bedürftigen Älteren, die sich nicht trauten, aber man sei offen.

Los geht die Aktion am kommenden Montag, 16. März. Dann können Spendenwillige sich ein Ei vom Osterstrauß vor dem Zentralen Service pflücken. Abgegeben werden können die schön eingepackten Geschenke bis Freitag, 3. April. Werden Wünsche bis dahin nicht erfüllt, springt die Murrer Sozialstiftung ein, und die Mitarbeiterinnen des Zentralen Services schwärmen aus. Spätestens am Gründonnerstag, 9. April, dürfte dann die Freude bei den Empfängern groß sein, wenn sie die Gaben abholen können.

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