40 Klausuren landen im Müll (Symbolbild). Foto: dpa

Ein Kurier soll Jura-Prüfungen an einen Korrektor nach Nürnberg bringen. Dort kommen sie nie an und landen stattdessen in einer Mülltonne vor dem Anwesen des Korrektors.

München/Nürnberg - Die wichtigen Klausuren von 40 Münchner Jurastudenten sind im Müll gelandet. Ein Kurier sollte die Prüfungen, die Teil des ersten Staatsexamens waren, an einen Korrektor in Nürnberg zustellen, wie das Bayerische Justizministerium am Freitag in München mitteilte.

Jedoch habe der Kurier das Paket schon am 11. März aus zunächst unbekannten Gründen in eine Altpapiertonne vor dem Anwesen des Korrektors geworfen. Die Tonne sei noch am selben Tag geleert worden. Das Landesjustizprüfungsamt (LJPA) suchte gemeinsam mit dem Entsorgungsunternehmen nach den Klausuren, allerdings ohne Erfolg. Das LJPA erstattete Strafanzeige. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Justizministerium prüft, wie solche Vorfälle verhindert werden können

Für die betroffenen Studenten gibt es nun zwei Möglichkeiten: Sie können entweder eine neue Klausur schreiben oder sich dafür entscheiden, die Prüfung nicht zu wiederholen. In diesem Fall wird das Ergebnis des schriftlichen Teils des Staatsexamens aus den verbliebenen fünf Prüfungen errechnet.

Das Justizministerium prüft derzeit, mit welchen Maßnahmen solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können.

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