Blindenfußball-Profi und Fitnesstrainer Mulgheta Russom Foto: STZN

Vier Männer auf dem Platz, ein Torwart, ein Trainer, ein Tor-Guide und ein Ball der rasselt. Blindenfußball-Bundesliga am Kräherwald – wir sind dabei und berichten über Nationalspieler Mulgheta Russom.

Stuttgart - Es geht um Strategie, Teamplay und vor allem darum, dass der Ball ins Tor geht – doch wie kann das alles funktionieren, wenn die Spieler nichts sehen? Im Blindenfußball kommunizieren Mannschaft, Trainer, Gegenspieler und sogar der Ball permanent miteinander. Durch Rasseln im inneren der Kugel macht sich der Fußball bei jeder Bewegung bemerkbar.

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Mulgheta Russom ist Nationalspieler und Fitnesstrainer aus Stuttgart. Als Mulgheta das erste Mal vom Blindensport hörte, dachte er, das sei ein Scherz – doch Fußball spielen ohne den Seh-Sinn ist tatsächlich möglich. Vier Spieler treten auf dem Feld gegeneinander an. Außerdem gibt es den Torwart, Tor-Guide und Trainer. Sie können sehen und so den blinden Mitspielern bei der Orientierung helfen. Das Ziel bleibt das Gleiche – der Ball muss ins Tor.

Der rasselnde Ball muss ins Tor

Wie das Ganze abläuft, können Interessierte am Wochenende selbst miterleben. Der MTV Stuttgart tritt am Samstag und Sonntag in der Bundesliga im Blindenfußball an. Am vierten Spieltag der Saison spielen sie gegen SG Berlin/Köln und dem Tabellenersten FC St. Pauli. Am Sonntag steht außerdem das Spiel gegen den Zweitplatzierten Borussia Dortmund auf der Sportanlage am Kräherwald in Stuttgart an. Mehr Infos zu den Spielen finden Sie bei MTV Stuttgart Blindenfußball.

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