Auch abwärts geht es bei der Gesundheitswoche des Jugendhauses. Foto: Maurice Thinschmidt

Noch bis zum Freitag gibt es Angebote rund um das Thema Gesundheit.

Stuttgart-Möhringen - Das ist nicht klasse“, sagt die Schülerin, die sich gerade aus dem Fenster des Jugendhauses Möhringen abseilt. Jugendhaus-Mitarbeiter Roland Göppel hatte zuvor ihre Bemühungen, sich aus etwa fünf Meter Höhe abzuseilen, mit einem „Das ist klasse“ kommentiert. In ihrer Panik kam das Kompliment aber nicht an. Nach dem zögerlichen Abstieg ist die Erleichterung der Sechstklässlerin groß. Voller Begeisterung feuert sie ihre Mitschülerin an, die sich als nächste aus dem Fenster wagt. Nach ein paar „Oh, mein Gott“ und fünf Höhenmetern kommt auch sie heil auf dem Boden an.

Die Aktion ist Teil der Fit’n’Fun-Gesundheitswoche des Jugendhauses. Noch bis Freitag läuft das Angebot. Zum achten Mal können sich Kinder und Jugendliche Themen rund um Bewegung, Wellness und Gesundheit widmen. Am Dienstag war die 6 b der Anne-Frank-Realschule zu Gast. Deren Klassenlehrerin Gabriele Berger kommt nicht zum ersten Mal mit ihren Schülern ins Jugendhaus. Sie finde es wichtig, mit der Klasse etwas zu machen. „Für den Zusammenhalt“, sagt Berger. Die Realschule und das Jugendhaus seien auch Bildungspartner. In der Gesundheitswoche können vormittags Schulklassen das Programm ausprobieren. Nachmittags – von 15 Uhr an – ist das Jugendhaus für alle offen.

Die Liste der Angebote ist lang

Das Angebot richtet sich an Kinder ab acht Jahren. „Aber das geht auch bis 20“, sagt Tina Reidl über das Alter der Besucher. Viele seien schon häufiger da gewesen und würden das Programm schon kennen. „Die fragen schon das ganze Jahr nach dem Bullen“, ergänzt die Jugendhaus-Mitarbeiterin. Gemeint ist eine mechanische Rinderattrappe, auf dem man seine Rodeo-Fähigkeiten ausprobieren kann. „Die hohen Besucherzahlen sind dann eine Genugtuung für den Aufwand“, erzählt Jugendhausleiter Andreas Bernhard.

Die Liste der Angebote während der Gesundheitswoche ist lang: Kistenklettern, Bogenschießen und sogar einen Rollstuhlparcour gibt es. Die Teilnehmer bekommen Tricks im Umgang mit dem Basketball oder dem Skateboard gezeigt. Außerdem gibt es Wellnessangebote wie Nägel lackieren und Massagen. Beim Seifemachen seien die Jungen sogar etwas begabter als die Mädchen gewesen, erzählt Isabell Delakovitz. Sie seien nicht so zimperlich beim Herummatschen, sagt die ehrenamtliche Helferin. Zur Stärkung der Besucher gibt es eine Salatbar und Müsliburger.

Und am Ende seilt sich sogar die zuerst ein wenig ängstliche Sechstklässlerin noch einmal aus dem Fenster ab.

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