Die Enttäuschung ist überwunden: Die damaligen Parteivorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir verkünden die Wahlniederlage der Grünen im Septbember 2013. Foto: dpa-Zentralbild

Die Grünen wollen wieder mitregieren im Bundestag von 2017 an. Hier die vorläufige Liste der möglichen Spitzenkandidaten.

Berlin - Als die Grünen 2005 aus der rot-grünen Bundesregierung geflogen sind, begann ihr Weg heraus aus dem linken Lager, in dem sie bis dahin verhaftet waren. Sie waren damals in keiner einzigen Landesregierung vertreten. Beim Oldenburger Nachwahl-Parteitag im Oktober 2005 versuchte die damalige Parteichefin Claudia Roth ihre Partei noch mit der Aussage zu trösten, dass Opposition kein Mist sei, sondern eine wichtige Aufgabe in der Demokratie. Das tröstet heute niemanden mehr. Heute tragen die Grünen zehn Landesregierungen mit – in Zweier- und Dreier-Bündnissen, mit rotem oder schwarzem Partner. Das Wahlziel für 2017 steht fest: Sie wollen regieren – in welcher Koalition ist offen. Wie links, rechts oder mittig ihr Wahlprogramm ausfällt, wird später entschieden. Jetzt geht es um die personelle Aufstellung. Drei Männer und eine Frau konkurrieren um einen Platz im Wahlkampfduo. Dass noch weitere Bewerber in den Ring steigen, ist möglich. Von dem Quartetts werden zentrale Impulse für die Kurs-Bestimmung erwartet.

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