Rund 200 Fotos von Gefangenen und mutmaßlichen Misshandlunegn hat das Pentagon freigegeben. Foto: AP

Das US-amerikanische Verteidigungsministerium hat Bilder freigegeben, die die mutmaßliche Misshandlung von Gefangenen im Irak und in Afghanistan dokumentieren.

Washington - Das Pentagon hat fast 200 Fotos von Gefangenen im Irak und Afghanistan veröffentlicht, die zum Teil von US-Soldaten misshandelt worden sein sollen. Auf den Aufnahmen von 2004 bis 2006 würden 56 Fälle angeblicher Übergriffe nahegelegt, teilte das Verteidigungsministerium in Washington am Freitag mit. Davon hätten Ermittlungen jedoch 14 Misshandlungen im Zusammenhang mit den 198 Fotos erhärtet, 42 Vorwürfe seien als gegenstandslos eingestuft worden. 65 Soldaten seien bestraft worden.

Die dunklen und unscharfen Bilder zeigen vor allem von Flecken und Schnittwunden übersäte Arme und Beine von Gefangenen. Sie wirken nicht so dramatisch wie die Fotos, die vor mehr als zehn Jahren nach Foltervorwürfen rund um das Gefängnis Abu Ghraib im Irak publik gemacht worden waren. Auf den Aufnahmen von damals waren zum Beispiel nackte Häftlinge zu sehen, die zu einer menschlichen Pyramide zusammengepfercht worden waren. Ein Foto zeigte einen Soldaten, der einen Häftling an einer Leine hält.

Die jüngsten Aufnahmen wurden auf Anfrage der US-Bürgerrechtsgruppe American Civil Liberties Union auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes freigegeben.

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