Harvey Weinstein vor einem Gerichtsgebäude in New York Foto: lev radin / Shutterstock.com

Harvey Weinstein soll eine vorläufige Einigung mit mutmaßlichen Opfern im Missbrauchskandal erzielt haben. Der Deal umfasst angeblich Zahlungen in Höhe von 44 Millionen US-Dollar.

Harvey Weinstein (67) hat angeblich einen vorläufigen Deal über 44 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 39 Mio. Euro) abgeschlossen, um Klagen beizulegen und Frauen zu entschädigen, die ihm sexuelle Übergriffe vorwerfen. Das berichtet unter anderem das "Wall Street Journal". Demnach habe sich der gefallene Filmmogul unter anderem mit mutmaßlichen Opfern und Geldgebern seines ehemaligen Filmstudios außergerichtlich geeinigt. Der Deal sei aber noch nicht unterzeichnet worden, heißt es.

Mehr als 15 Klagen sollen eingereicht worden sein, in denen Weinstein oder seiner Firma Fehlverhalten vorgeworfen werden. Der Vergleich werde offenbar viele von ihnen abdecken, einschließlich einer Sammelklage mehrerer Frauen und einer Zivilrechtsklage des New Yorker Generalstaatsanwalts. Auf den Strafprozess hat der Deal keinen Einfluss: Unter anderem wird Weinstein Vergewaltigung vorgeworfen. Ein New Yorker Richter hatte das Verfahren gegen ihn zuletzt auf September verschoben. Weinstein bestreitet alle Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Geschlechtsverkehr.

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Bereits seit Herbst 2017 werden dem Ex-Filmmogul zahlreiche sexuelle Vergehen vorgeworfen. Unter anderem viele Schauspielerinnen wie Ashley Judd, Rose McGowan, Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow beschuldigten Weinstein, sexuelle Übergriffe begangen zu haben. Berichte, die in der "New York Times" und dem "New Yorker" veröffentlicht wurden und Weinsteins angebliches Verhalten detailliert beschrieben, trugen dazu bei, die #MeToo-Bewegung auszulösen.

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