Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht vor Beginn der Kabinettsklausur mit Gesundheitsexperten über das weitere Vorgehen in Sachen Corona. In ihrer Hand: eine Handtasche und der Radlerhelm. Foto: dpa/Jens Büttner

Wer als Politiker etwas auf sich hält, fährt elektrisch vor. Oder kommt mit möglichst uncoolem Radhelm ins Parlament. So wie die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns Manuela Schwesig.

Stuttgart - In jedem Klischee steckt ein bisschen Wahrheit. Vor Jahrzehnten konnte man die deutsche Herkunft eines Adria-Urlaubers an den Socken in den Sandalen erkennen. Mittlerweile ist diese Stillosigkeit ein Modetrend, den man in den teuren Vierteln von Antwerpen, Kopenhagen und Paris an den Füßen eitler Gecken bewundern darf. Aus dieser Beobachtung kann man ableiten: Erstens, dass jede Marotte irgendwann modisch wird und zweitens, dass auch einmal die beliebten, hässlichen Fahrradhelme supercool sein werden.

Bloß nicht modisch auffallen!

Ganz klar: Fahrradhelme sind notwendig. Leider sieht man mit so einem signalfarbenen Ding mit Lüftungsschlitzen aus wie eine Urzeitamphibie. Es gibt längst attraktivere, preiswerte und dennoch sichere Modelle, doch sind die wahrscheinlich viel zu schick für deutsche Radwege. Bloß nicht modisch auffallen! Deswegen wohl kam Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, dieser Tage mit Handtasche und Helm zur Kabinettsklausur ihrer Landesregierung. Bemerkenswert eigentlich, dass sie nicht auch noch Funktionsjacke und Trekkingsandalen anhatte. Aber das ist ja auch nur so ein Klischee, nicht wahr?

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