Ministerpräsident Winfried Kretschmann isst Froschkutteln. Foto: dpa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich auch in diesem Jahr den fröhlichen Brauch des Froschkuttelnessens nicht nehmen lassen. Mit Fröschen hat die Speise allerdings allein dem Namen nach etwas gemein.

Riedlingen - Paffen, tänzeln, löffeln: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich auch in diesem Jahr den fröhlichen Brauch des Froschkuttelnessens nicht nehmen lassen. Wie schon seit mehr als 40 Jahren gesellte sich Kretschmann am Fastnachtsdienstag im heimatlichen Riedlingen (Kreis Biberach) zu den Herren mit den lustigen Kopfbedeckungen seiner Narrenzunft Gole.

Nach dem traditionellen Zigarrenrauchen und dem tänzelnden Kantelmarsch von mehr als 300 Narren durch die Altstadt zum Riedlinger Rathaus begann zum 188. Mal das Froschkuttelnessen - einer der wundersamsten Bräuche der schwäbischen Fastnacht. Mit Fröschen hat die Speise allerdings allein dem Namen nach etwas gemein. Nach dem unvermeidlichen Motto „Der Hunger treibts nei!“ wurde wieder eine kräftig mit Essig, Rotwein und allerlei Gewürzen angereicherte Suppe aus Rinderinnereien aufgetischt.

Während die männlichen Narren der Zunft Gole die Kuttelspeise wie stets allein unter sich auslöffelten, trafen sich Riedlings närrische „Weiber“ dem alten Brauch gemäß separat. „Das ist ja keine politische Veranstaltung“, sagte Zunftmeister Thomas Maichel (50). Und nach den getrennten Zeremonien feiern Kuttelesser und Kuttelesserinnen in Riedlingen schließlich stets gemeinsam auf dem Marktplatz weiter.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: