Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erlebt die Rennen am Kommandostand. Foto: dpa

Direkt an der Boxenmauer sitzen bei den Formel-1-Rennen die entscheidenden Köpfe von Mercedes am Kommandostand – Teamchef Toto Wolff gehört nicht dazu, er hat seine Gründe.

Francorchamps - Man sieht sie meist nur von hinten, die fünf Männer, die am Kommandostand von Mercedes direkt an der Boxenmauer sitzen. Sie sind die letzten Glieder einer Entscheidungskette, die die Grundlagen für Siege und Niederlagen bei den Großen Preisen bilden – abgesehen von (genialen oder haarsträubenden) Aktionen der Piloten. Vorn an der Boxenmauer sitzt die Fünferrunde in exponierter Stellung. Sie erhält permanent Informationen aus verschiedenen Quellen per Funk, sie liest wichtige Daten von den 15 Flachbildschirmen ab. In der obersten Reihe stehen die Zeitenlisten, auf der mittleren werden der Streckenplan mit den GPS-Positionen der Autos sowie Nachrichten von Weltverband Fia gezeigt. Die untersten Bildschirme, die flach in den Tisch gebaut sind, damit die Infos nur vom dort Sitzenden einsehbar sind, stehen die Fahrzeugdaten der Silberpfeile.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gehört in diesem Fall nicht zur ersten Reihe bei Mercedes, der Teamchef erlebt die Rennen an der Kommunikationsinsel inmitten der Garage, wo einst Niki Lauda auf der einen Seite neben ihm saß; auf der anderen Seite nimmt neben dem Österreicher meist Kommunikationsdirektor Bradley Lord Platz. Wir stellen in unserer Bildergalerie die Männer, die beim Grand Prix von Belgien (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL) in Spa-Francorchamps in vorderster Front sitzen, sowie deren Aufgaben einmal vor. Und wir verraten den Grund, warum sich Toto Wolff von der Boxenmauer fern hält.

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