Gab vor Joaquin Phoenix zuletzt den Joker: Jared Leto Foto: Warner Bros. Entertainment Inc.

Jared Leto war 2016 der Joker in "Suicide Squad". Angeblich soll der Schauspieler versucht haben, den neuen "Joker"-Film von Regisseur Todd Phillips zu stoppen - weil er selbst gerne den Clown gespielt hätte.

Ersetzt zu werden fühlt sich nicht schön an. Ob der Partner eine neue Beziehung eingeht, im Büro eine dynamischere Fachkraft für den eigenen Job gefunden wurde oder der eigene Hund einen Fremden ableckt: Wer zurückbleibt, fühlt Trauer, Ärger, Wut und Frust. Hollywood-Star Jared Leto (47, "Dallas Buyers Club") macht da offenbar keine Ausnahme - im Gegenteil.

Wer kann den Joker besser, Jared Leto oder Joaquin Phoenix? Machen Sie den Vergleich mit "Suicide Squad"!

Dessen Frust darüber, dass ein eigenständiger Joker-Film nicht mit ihm, sondern mit Joaquin Phoenix (44, "Gladiator") stattfinden würde, war einem US-Medienbericht zufolge so groß, dass er versucht haben soll, das Projekt zu einem vorzeitigen Ende zu bringen. "Ihr müsst das stoppen", soll er seinen Agenten gesagt haben.

Großer Ärger über Phillips "Joker"-Film

Der "Hollywood Reporter" berichtet, dass Leto sich zuerst bitter bei seinen Agenten beschwert habe, als er von Todd Phillips (48, "Hangover") neuem Joker-Film erfahren hatte. Dann soll er seinen Musik-Manager gebeten haben, bei der Konzernmutter des Warner Bros. Studios vorstellig zu werden - und die Produktion des Films zu beenden. Dabei beruft sich das Branchenmagazin auf Quellen, die Kenntnis von Letos Verhalten haben sollen. Aus dem Lager des Schauspielers wird allerdings dementiert, dass Leto derartiges verlangt habe.

Zudem soll Leto der Meinung gewesen sein, Warner Bros. habe ihn mit Versprechungen auf einen eigenen Joker-Film hingehalten - nur um dann Phillips Projekt durchzuwinken. Auf die Nachricht habe Leto "befremdet und verärgert" reagiert, so der "Hollywood Reporter".

Vergebene Mühe in "Suicide Squad"

Verständlich wäre der Frust allemal - schließlich hatte Leto 2016 zuletzt den Verbrecher-Clown gespielt und sich akribisch auf die Rolle in "Suicide Squad" vorbereitet. Letzten Endes waren die Mühen vergebens. In der Kinofassung des Antihelden-Streifens war Letos Joker gerade mal zehn Minuten zu sehen - während er in den Trailern zum Film eine überaus prominente Rolle gespielt hatte. Die Referenz unter Fans der Erznemesis von Batman blieb Heath Ledgers Joker aus Christopher Nolans (49) "The Dark Knight" von 2008.

Für Leto dürfte "Suicide Squad" vorerst das letzte Gotham-City-Gastspiel gewesen sein. Leto arbeite jedoch weiterhin mit Warner Bros., heißt es von dessen Agentur. Derzeit dreht er mit Denzel Washington (64) und Rami Malek (38, "Bohemian Rhapsody") "Little Things", unter der Regie von John Lee Hancock (62).

Laut dem "Hollywood Reporter" wird er die Rolle als Joker aber weder im angekündigten Harley-Quinn-Spinoff "Birds of Prey" spielen, noch im nächsten "Suicide Squad"-Film von James Gunn (53) als manisch-lachender Verbrecherkönig zurückkehren.

Eine Quelle sagte dem Blatt: "Wie soll er seinen eigenen Joker nach dem von Phoenix auch spielen? Der hat Letos Zeit als Joker beendet."

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