Der junge Syrer erlitt schwer Verletzungen (Symbolbild). Foto: dpa

Ganz Deutschland schaut in diesen Tagen nach Chemnitz, wo es in den vergangenen Tagen ausländerfeindliche Ausschreitungen gegeben hat. Doch brutale Angriffe auf Ausländer gibt es in ganz Deutschland. Das zeigen zwei neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen

Wismar/Sondershausen - Bei zwei brutalen Angriffen sind ein Syrer in Mecklenburg-Vorpommern und ein Eritreer in Thüringen schwer verletzt worden. Die Polizei nahm einen 26-jährigen Deutschen fest, der den Syrer in Wismar krankenhausreif geprügelt haben soll. Ein Haftantrag wurde zunächst noch geprüft, wie am Donnerstag die Staatsanwaltschaft mitteilte. In Sondershausen ermittelt die Polizei, nachdem ein 33-jähriger Mann aus Eritrea mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf traktiert worden war.

Syrer auf dem Heimweg angegriffen

Der junge Syrer in Wismar war nach Polizeiangaben am Mittwochabend auf dem Heimweg von drei Unbekannten ausländerfeindlich beschimpft, mit einer Eisenkette geschlagen und am Boden liegend getreten worden. Der 20-Jährige erlitt einen Nasenbeinbruch und Prellungen, konnte aber nach ambulanter Behandlung die Klinik wieder verlassen. Der Tatverdächtige bestreitet den Vorwurf laut Staatsanwaltschaft.

In Sondershausen sollen laut Polizei auch ausländerfeindliche Parolen gerufen worden sein. Es sei zunächst nur klar, dass es eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen unterschiedlicher Nationalität am Mittwochabend gegeben habe. Darunter seien auch Deutsche gewesen. Das Opfer soll wegen Körperverletzung bereits polizeibekannt gewesen sein und Zeugenberichten zufolge selbst provoziert haben, hieß es von der Polizei.

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