Auch bestehende Voith-Produkte sollen künftig als digitale Variante zur Verfügung stehen. Das Bild zeigt eine Wasserkraftturbine. Foto: dpa

Der Maschinenbaukonzern Voith sieht Wachstumschancen durch die zunehmende Digitalisierung. Jetzt hat sich der Traditionskonzern an dem Digital-Dienstleister Ray Sono beteiligt.

Stuttgart - Der Maschinenbaukonzern Voith baut sein Geschäft rund um die Digitalisierung aus. Deshalb hat sich das Familienunternehmen mit einem Anteil von 60 Prozent an dem führenden deutschen Digital-Dienstleister Ray Sono mit Doppelsitz in München und Berlin beteiligt, teilte Voith mit. Zum Kaufpreis machten die Heidenheimer keine Angaben. Zudem haben beide Unternehmen eine strategische Partnerschaft vereinbart. Gemeinsam wollen sie industrienahe Lösungen rund um die vernetzte Produktion entwickeln, wie etwa die Fernwartung. Dieses Angebot soll als neuer Geschäftsbereich unter dem Dach der Ray Sono AG angesiedelt werden. Voith nehme dabei die Rolle des Pilotkunden ein, Ray Sono wolle dieses Angebot künftig auch anderen Kunden zur Verfügung stellen, steht in der Mitteilung. Auch nach dem Einstieg des Maschinenbauers werde Ray Sono eigenständig, als unabhängiger Dienstleister am Markt auftreten, heißt es von Voith.

Ray Sono soll bei der Digitalisierung unterstützen

Voith hat sich zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung voranzutreiben. Aus diesem Grund wurde im vergangenen Jahr der Konzernbereich Voith Digital Solutions aufgebaut, der mittlerweile 1500 Mitarbeiter beschäftigt und 300 Millionen Euro umsetzt. Zunächst sollen bestehende Voith-Produkte wie Getriebe, Wasserkraftwerke und Papiermaschinen so weiter entwickelt werden, dass sie künftig digital vernetzt werden können. Dabei soll Ray Sono die Heidenheimer unterstützen.

Vor kurzem hat Voith gemeinsam mit einer Tochter der Boston Consulting Group die digitale Plattform merQBiz für die Papierindustrie gegründet. Auf dieser Plattform, die sich zunächst an Kunden in Nordamerika wendet, soll Altpapier gehandelt werden.

Der Dienstleister Ray Sono, der zu den führenden Agenturen Deutschlands für Digitalisierung gehört, wurde 1992 gegründet und setzt mit 200 fest angestellten Mitarbeitern knapp 19 Millionen Euro um. Das Unternehmen ist etwa in den Bereichen Auto, Bauwirtschaft, Konsumgüter und Telekommunikation tätig. Kunden sind unter anderem die Deutsche Bahn, Aral, BMW, MAN und Lufthansa.

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