Die Adventsbeleuchtung war eine Aktion des Marketingvereins. Foto: factum/Archiv

Der Marketingverein lädt Einzelhändler zum Austausch ein. Er will wissen, was sie bewegt, welche Wünsche an ein Zukunftskonzept und welche Anregungen und Ideen sie haben.

Gerlingen - Ein „ganzheitliches Konzept für die Einzelhändler“ ist das Ziel von „Mein Gerlingen“. Dafür will der Verein mit denjenigen ins Gespräch kommen, die Tag für Tag in ihren Läden stehen und ihren Kunden Waren und Beratung anbieten. Er will wissen, wo die Einzelhändler der Schuh drückt, welche Wünsche an ein Zukunftskonzept und welche Anregungen und Ideen sie haben. Die Öffnungszeiten und das Parken werden sicher Themen sein, ist Heike Bischoff, die Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, überzeugt. Das Einzelhandelsforum beginnt an diesem Mittwoch, 10. Mai, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Gerlinger Rathauses.

Einheitliche Öffnungszeiten sind schwierig

Schon vor einem Jahr hatte Bischoff das Parken und die Öffnungszeiten des Einzelhandels in dieser Zeitung als die Themen bezeichnet, um die sich auch der Marketingverein kümmern sollte. Einheitliche Öffnungszeiten seien sehr schwierig zu erreichen; in jedem der vielen Geschäfte gebe es zahlreiche Gründe, „warum es so ist, wie es ist“. Das Thema Parken müsse man zusammen mit der Stadtverwaltung angehen, so die 54-jährige Vorsitzende. Es gibt in Gerlingen zwei Tiefgaragen, an der Schillerstraße und an der Hauptstraße, die von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr kostenpflichtig sind. Dazu sind zahlreiche Parkplätze am Straßenrand vorhanden – weil sie umsonst sind, sind nicht selten Autos zu sehen, deren Fahrer auf der Suche nach einer Lücke Runde um Runde auf dem „Innenstadtring“ drehen. Dies wird immer wieder mit als Ursache für dichten Verkehr gesehen.

Kümmern will sich der Marketingverein auch um die verkaufsoffenen Sonntage, die bisher vom Bund der Selbstständigen organisiert wurden. „Frische Ideen und neuer Schwung“ sind die Hoffnung. Auch diese Werbeinstrumente sollen ein Thema beim Einzelhandelsforum sein. Abgesehen davon zieht Heike Bischoff nach anderthalb Jahren Vereinstätigkeit eine positive Zwischenbilanz. „Wo wir als Verein auftreten, sind wir willkommen“, sagt sie, „und was wir machen wollen, klappt zu 90 Prozent.“ Geklappt hat beispielsweise die Beschaffung einer neuen weihnachtlichen Straßenbeleuchtung, nach einer vorherigen Umfrage bei den Bürgern. Der Verein sei gleichwohl noch in der Anfangsphase, insbesondere suche er noch neue Mitglieder, so Bischoff. Auch, um die finanzielle Basis des Vereins zu stärken.

Vier Stationen am Rand der Stadt

Der Mitgliederwerbung dienen etwa die Gerlinger Abendspaziergänge, von denen bisher drei stattgefunden haben. Der vierte ist noch in dieser Woche, am Donnerstag, 11. Mai. Von 19 Uhr an gibt es vier Stationen, dieses Mal etwas außerhalb der Innenstadt: Zuerst die Reinigungstechnik im Geschäft Wagner, dann die Welt des Kaffeegenusses bei S.Presso Graw, die Welt der Kunst in der Freien Kunstakademie und zum Schluss eine Weinprobe im Getränkemarkt Maisch. Vier Mal im Jahr soll diese Veranstaltungsreihe stattfinden.

Einen von Anfang an ins Auge gefassten Hauptamtlichen für das Marketing habe man immer noch im Blick, sagt Bischoff, die Anstellung sei aber für dieses Jahr „sicherlich nicht“ geplant. Dafür brauche der Verein mehr zahlende Mitglieder – ein solcher Fachmann koste eine mittlere fünfstellige Summe im Jahr. Auch wenn die Stadt einen Zuschuss gebe, sei „Mein Gerlingen“ mit seinen bisher 70 bis 80 Mitgliedern dafür nicht finanzkräftig genug. Der Beitrag beträgt für Einzelpersonen 30 Euro im Jahr, für Firmen 100 oder 200 Euro im Jahr, je nach der Zahl der Mitarbeiter.

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