Vier Frauen und sieben Männer haben sich in Auschwitz vor dem Tor „Arbeit macht frei“ ausgezogen und ein Schaf geschlachtet. Bei der Gruppe soll es sich um Friedensaktivisten handeln. Foto: AP

Ein bizarrer Zwischenfall vor dem Haupttor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz geht laut der polnischen Staatsanwaltschaft auf das Konto von Friedensaktivisten.

Warschau - Ein bizarrer Zwischenfall vor dem Haupttor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz geht laut der polnischen Staatsanwaltschaft auf das Konto von Friedensaktivisten. Die elf Personen, die sich vergangenen Freitag vor dem „Arbeit macht frei“-Tor ausgezogen, ein Schaf geschlachtet und sich zusammengekettet hatten, seien Aktivisten, die gegen Kriege in aller Welt protestiert hätten, sagte der stellvertretende regionale Staatsanwalt von Auschwitz, Mariusz Slomka, am Mittwoch.

Zu der Gruppe gehörten vier Frauen und sieben Männer im Alter von 20 bis 43 Jahren, sagte Slomka. Unter ihnen sei neben sechs Polen und vier Weißrussen auch ein Deutscher gewesen. Sie hätten die Aktion über das Internet organisiert.

Gegen alle elf seien Anschuldigungen wegen Entweihung einer Gedenkstätte erhoben worden, sagte Slomka. Der Weißrusse, der das Schaf geschlachtet habe, müsse sich zusätzlich dafür verantworten.

Während des Zweiten Weltkrieges hatten die Nazis in dem Vernichtungslager rund 1,1 Millionen Menschen umgebracht. Die meisten davon waren Juden. Häftlinge mussten durch das Tor gehen, als sie in das Lager gebracht wurden.

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