Leopoldo López will die Regierung um Staatschef Nicolás Maduro stürzen. Foto: AP

In Venezuela geht es weiter chaotisch zu. Am Dienstag ist der venezolanische Oppositionspolitiker Leopoldo López in die chilenische Botschaft geflohen. Zuvor rief er zur „Operation Freiheit“ auf.

Caracas - Der prominente venezolanische Oppositionspolitiker Leopoldo López ist am Dienstag mit seiner Familie in die chilenische Botschaft geflohen. López habe die Botschaft zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter betreten, schrieb Chiles Außenminister Roberto Ampuero im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zuvor hatte López noch zusammen mit Interimspräsident Juan Guaidó die „Operation Freiheit“ zur Beendigung der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro ausgerufen.

Guaidós sagte in einem in Online-Netzwerken verbreiteten Video, das ihn zusammen mit uniformierten Männern vor der Militärbasis La Carlota in Caracas zeigt, er habe gegen Präsident Maduro nun die Unterstützung „mutiger Soldaten“. Anschließend brachen in der Gegen Unruhen mit gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften aus. 

Von Hausarrest befreit

López war am Dienstag nach eigenen Angaben von Soldaten aus dem Hausarrest befreit worden. Die Soldaten waren demnach Anhänger Guaidós. Die „letzte Phase“ zur Beendigung der Maduro-Regierung hätten begonnen, schrieb López auf Twitter. In Guaidós Video war auch López zu sehen. 

Der Vorsitzende der Partei Voluntad Popular stand seit Juli 2017 nach einer Verurteilung wegen Anstachelung zur Gewalt unter Hausarrest. 

Guaidó liefert sich seit Monaten einen Machtkampf mit Maduro. Für den 1. Mai hat Guaidó zu neuen Massenprotesten aufgerufen. Der Machtkampf lähmt das Land schon seit Monaten. Venezuela leidet zudem unter einer beispiellosen Wirtschaftskrise mit dramatischen Versorgungsengpässen. 

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