Für sieben Wochen erhalten Bedürftige und Obdachlose in der Vesperkirche jeden Tag eine warme Mahlzeit und ein Vesper. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Am 19. Januar startet die Vesperkirche mit einigen Neuheiten. Das Motto ist in diesem Jahr „Dient einander!“. Besonderen Wert soll auf die Gastfreundschaft gelegt werden.

Stuttgart. - Am Sonntag, 19. Januar, startet die 26. Vesperkirche in Stuttgart. Der Gottesdienst um 10 Uhr in der Leonhardskirche ist der Auftakt für das siebenwöchige „Zuhause auf Zeit“ für Bedürftige und Obdachlose. Die Vesperkirche ist bis Anfang März geöffnet. Die Angebote reichen von heißen Getränken, einem guten warmen Mittagessen, einem Vesper to go bis hin zu medizinischer Versorgung, Friseurbesuch, gegenseitigem Austausch, mit Gottesdiensten und Seelsorge sowie einem Kulturprogramm und dem politischen Format „Politiker hören zu“.

Auch in diesem Jahr haben die Verantwortlichen einiges am Programm geändert

Neues Motto, neue Dekanin für die Diakonie und neue Angebote – die Verantwortlichen der Vesperkirche Stuttgart arbeiten jedes Jahr daran, die sieben Wochen in der Leonhardskirche für die Gäste noch angenehmen zu gestalten. Das Motto ist in diesem Jahr: „Dient einander“. Besonderen Wert wolle man dieses Jahr auf die Gastfreundschaft setzen, kündigt Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann an. „Die Ehrenamtlichen bringen unseren Gästen erstmals das Essen an die Tische.“

Die neue Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon sagt: „In einer Gesellschaft, in der es darum geht, das Beste für sich selbst herauszuholen, mag das diesjährige Motto fremd klingen.“ Denn da kommen die anderen in den Blick. Und: „ Was kann ich geben? Geben statt nehmen oder haben“, bedeute für sie „dienen“.

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