Wie werden Babys gepflegt, was können Väter tun? Die Babywoche klärt auf. Foto: dpa

Das Krankenhaus lädt von Montag an zu einer Babywoche ein, die nicht nur für werdende Mütter interessant ist. Neben Kreißsaalführungen gibt es Informationen übers Füttern, was bei Notfällen zu tun ist oder welcher Autositz der richtige ist.

Leonberg - Hoch spezialisierte Abteilungen sind Aushängeschilder eines Krankenhauses. Die Geburtsklinik ist jedoch immer und überall das Herzstück. Denn hier wird neuem Leben auf die Welt geholfen.Doch rund um Schwangerschaft, Geburt und Babypflege ergeben sich für Eltern und die es gerade werden wollen oft viel zu viele Fragen. „Wir haben festgestellt, dass Mütter und Väter einen ganz großen Informationsbedarf haben“, sagt Cornelia Kraus, die leitende Hebamme am Leonberger Krankenhaus.

Aus diesem Grund bietet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe von Montag, 10. März, an eine Babywoche an. Bis Samstag gibt es interessante Vorträge, Präsentationen und zahlreiche Informationsveranstaltungen. Dabei stellen sich auch Partner des Krankenhauses vor sowie Hilfsprogramme und Unternehmen für Dinge rund ums Kind.

Wichtig ist den Mitarbeitern der Klinik aber vor allem, sich selbst zu präsentieren. „Uns wird es auch in den nächsten Jahren noch geben, auch wenn demnächst einige Veränderungen hier anstehen“, sagt Kraus und spielt damit auf den baldigen Weggang des Chefarztes der Gynäkologie, Harald Wolf, an. Doch die Abteilung besteht nicht nur aus dem Chefarzt.

Neben der Wochenstation gibt es drei Kreißsäle sowie ein Wehenzimmer, die verschiedene Möglichkeiten bei der Geburt bieten. „Bei uns können Sie von einer Hocker bis zu einer Wassergeburt alles bekommen“, sagt die leitende Hebamme, die von zehn weitere Kolleginnen unterstützt wird. Neben der Geburtshilfe und der anschließenden Pflege von Mutter und Kind wird in Leonberg auch eine Elternschule angeboten. „Dort gibt es verschiedene Kurse, von der Geburtsvorbereitung über Rückbildungsgymnastik bis zum Vaterkurs“, erläutert Kraus.

Die Babywoche startet am Montag um 19.30 Uhr mit einem Vortrag über Elterngeld, Elternzeit und Mutterschutz. Gerlind Lefert-Eck von der Organisation Pro Familia erklärt werdenden Eltern, welcher Antrag wo gestellt werden kann.

Einen Tag später geht es um Erste Hilfe bei Kindernotfällen. Der Leiter der Rettungswache Leonberg, Rainer Müller, berichtet, was die häufigsten Verletzungen und Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern sind und wie vorgebeugt werden kann. Am Mittwoch, 12. März, erklären die beiden Hebammen Stephanie Linz und Jutta Göhler, welche Alternativen zu Schmerzmitteln bei einer Schwangerschaft und Geburt möglich sind. Bei der „etwas anderen Kreißsaalführung“ am Donnerstag stellt sich das Team der Station vor, außerdem werden die Räume besichtigt.

Am Freitag geht es dann um Ernährungsfragen. Etwa, wann Beikost eingeführt werden soll und wie Allergien vorgebeugt werden kann. Dafür steht die Ernährungswissenschaftlerin Gabriele Schilling als Expertin zur Verfügung. Alle Termine sind kostenlos. Sie beginnen um 19.30 Uhr und finden im Mehrzweckraum im Erdgeschoss des Krankenhauses statt.

Mit „Marktplatz der Möglichkeiten“ ist der Samstag überschrieben. Von 10 bis 16.30 Uhr gibt es im Foyer, dem Mehrzweckraum und im dritten Stock verschiedene Aktionen rund um Kindermode, Sitze, Spielwaren, Lauftrainings für Mütter, Kinder- und Schwangerfotografie oder das Programm Frühe Hilfen. Das Vortragsprogramm im Mehrzweckraum beginnt um 10 Uhr mit der Sicherung von Kindern in Autos und endet um 16 Uhr mit einer Meditation für Schwangere sowie einem Informationsangebot speziell für Väter.

Das Programm am Samstag:

Vorträge:
10 Uhr: Sicherung von Kindern in Fahrzeugen. 11 Uhr Säuglingspflege. 12 Uhr: Tragehilfen. 13 Uhr: osteopathische Behandlungen für Schwangere und Neugeborene. 14 Uhr: Stillen und Stillberatung. 15 Uhr: Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie. 16 Uhr: Mediation für Schwangere sowie „Väter im Kreißsaal“.

Besichtigung: Die Kreißsäle und Wochenstation können am Samstag besichtigt werden. Das Parken ist kostenlos.

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