Endspurt vor der Wahl: Die Römerstraße ist voller Wahlplakate. Foto: factum/Bach

Jeder fünfte Bürger macht davon Gebrauch, seine Stimme mit der Post abzugeben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Unterlagen anzufordern. Auch diese Stimmzettel kommen in die Wahlurnen, die erst am Sonntag geöffnet werden.

Leonberg - Mehr als jeder fünfte wahlberechtigte Leonberger hatte bis gestern Mittag einen Antrag auf Briefwahl gestellt. Von den 31 374 wahlberechtigten deutschen Staatsbürgern über 18 Jahren haben sich bisher 6578 dazu entschlossen, ihre Stimme per Post abzugeben. „Das sind so viele Briefwähler, wie bei keiner Wahl davor“, sagt Undine Binder-Farr, die Sprecherin der Stadtverwaltung.

„Große Herausforderungen stehen an, die die Politikerinnen und Politiker in der nächsten Wahlperiode zu bewältigen haben“, sagt der Leonberger Oberbürgermeister Bernhard Schuler. Politik sei nur tragfähig, wenn sie auf dem Vertrauen der Bevölkerung basieren kann und von allen gesellschaftlichen Kräften aktiv unterstützt werde. „Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Demokratie“, heißt es in dem Wahlaufruf des Leonberger Rathauschefs.

In den 39 Leonberger Wahllokalen stehen den Bürgern fast 400 ehrenamtliche Helfer zur Seite, die nach Wahlende auch die abgegebenen Stimmen zählen werden. „Wir haben auch genügend Briefwahlvorstände, so dass die hohe Zahl der Briefwähler auch bewältigt werden kann“, versichert Undine Binder-Farr. Wer am Wahltag, am 22. September, nicht persönlich seine Stimme im Wahllokal abgeben kann, hat die Möglichkeit sein Wahlrecht durch Briefwahl auszuüben.

Die Anträge auf Briefwahlunterlagen können bis Freitag, 20. September, um 18 Uhr beim Bürgeramt gestellt werden – in besonderen Ausnahmefällen ist das bis zum Wahltag um 15 Uhr möglich. Dies gilt auch bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung.

Wird der Briefwahlantrag für andere Personen, etwa Familienangehörige gestellt, ist eine schriftliche Vollmacht für jede Person notwendig. Die muss vorgelegt werden. An einen anderen als den Wahlberechtigten selbst dürfen der Wahlschein und die Briefwahlunterlagen nur ausgehändigt werden, wenn mit einer schriftlichen Vollmacht nachgewiesen wird, dass der Empfänger dazu berechtigt ist.

Die Briefwahl kann auf vier Arten beantragt werden. Etwa per Post: Dafür muss der Antrag in der Wahlbenachrichtigung ausgefüllt werden. Wird der Antrag an das städtische Bürgeramt per Post gesendet, ist ein frankierter Umschlag notwendig. Der ausgefüllte Antrag kann aber auch in den Rathausbriefkasten geworfen werden.

Die zweite Möglichkeit ist ein Antrag per E-Mail. Dazu muss der Wähler eine E-Mail mit dem Briefwahlantrag an wahl@leonberg.de senden. Angegeben werden müssen dabei Vor-, Zuname, Geburtsdatum, Anschrift, Wahlbezirk- und Wählernummer (wie in der Wahlbenachrichtigungskarte eingetragen).

Der Antrag auf Briefwahl kann auch online gestellt werden und zwar auf der städtischen Homepage unter www.leonberg.de. Hier kann in der Suchfunktion Bundestagswahl eingegeben werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, persönlich beim Bürgeramt im Erdgeschoss des Alten Rathauses am Marktplatz vorzusprechen. Der ausgefüllte Antrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte kann hier oder bei den Ortschaftsverwaltungen in Gebersheim, Höfingen oder Warmbronn abgeben werden. Dort können die Unterlagen gleich in Empfang genommen werden. „Im Bürgeramt steht auch eine versiegelte Wahlurne, in die die vor Ort ausgefüllten Stimmzettel eingeworfen werden können“, erläutert die Stadtsprecherin. „Alle mit der Post eingegangenen Wahlzettel kommen in versiegelte Urnen, davon stehen acht im Büro des Wahlorganisators Peter Höfer“, so Binder-Farr. „Wie alle Wahlurnen auch, werden die mit der Briefwahl am Sonntagum 18 Uhr geöffnet.“

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