Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, tut etwas für sich und die Umwelt. Foto: dpa

Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ ist gestartet, bei der Arbeitnehmer bis Ende Juli an mindestens 20 Tagen mit dem Drahtesel zum Job fahren sollen. Auch das Stadtradeln Leonberg beginnt bald wieder. Beide Aktionen sollen die Gesundheit fördern und den CO2-Ausstoß verringern.

Leonberg - Radfahren hält Kopf und Körper auf Trab. Und umweltfreundlich ist es noch dazu. „Das weiß eigentlich jedes Kind. Aber trotzdem machen es die wenigsten“, sagt Michael Ederer, der Leiter der Gesundheitsförderung bei der AOK Stuttgart-Böblingen. Er ist ins Leonberger Rathaus gekommen, um hiesigen Betrieben die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ vorzustellen, die die AOK gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) ausruft. Vom 1. Juni bis 31. August sollen Beschäftigte an mindestens 20 Tagen mit dem Drahtesel zur Arbeit kommen. „Die Mobilitätsbedürfnisse in der Region steigen. Wir müssen sie möglichst umweltverträglich befriedigen“, sagt Oberbürgermeister Bernhard Schuler. Mehr Radfahrer bedeuteten weniger Stau auf den Straßen.

Für die Motivation sorgen bei der Initiative „Mit dem Rad zur Arbeit“ nicht nur die positiven Effekte für Umwelt und Gesundheit. Denn die Teilnehmer können auch jede Menge Sachpreise gewinnen. Fehlen nur die Radler in Leonberg. „Wir werden die Plakate auf jeden Fall bei uns aushängen. Aber so eine Aktion braucht etwas Vorlaufzeit. Und sie sollte am besten in ein Konzept zur Gesundheitsförderung eingebettet sein“, meint Heike Geissinger, Personalreferentin bei Lewa. Denn oft würden bei solchen Initiativen nur die angesprochen, die ohnehin schon einen aktiven und gesunden Lebensstil haben. „Bei uns kommen schon einige mit dem Rad zur Arbeit. Wir würden das gern als Auftakt nehmen, da mehr zu tun“, sagt Oliver Zander, Prokurist beim Umwelttechnik-Hersteller Perma-Trade.

Die Aktion solle auch langfristig wirken, erklärt Andrea Wexel, beim Stadtplanungsamt für das Thema Rad zuständig: „Vielleicht macht ja auch der ein oder andere Arbeitnehmer privat mit.“ Zudem könne man das gut verbinden mit der Stadtradeln-Aktion (ab 6. Juli), an der sich Leonberg auch in diesem Jahr wieder beteiligt. Dabei geht es darum, so viele Wege wie möglich zu Fuß oder per Rad zu erledigen, wofür sonst das Auto genommen wird.

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